Junkergut Tsaweiler
Gut Tsaweiler
| Nor III-13-J5 Gut Tsaweiler |
| Wappen |
| Karte des Lehens |
| Lage des Lehens |
| Lage der Baronie Schweinsfold |
| Status: bespielt |
| Kontakt: DanSch |
Zwischen den wogenden Hügeln des Hadinger Rückens und den silbrig glänzenden Wassern der Folde liegt das Junkergut Tsaweiler, eine alte, von Wetter und Wandel gezeichnete Herrschaft im Herzen der Baronie Schweinsfold. Wer aus dem Norden über die Landstraße von Herzogenfurt herabreist, folgt dem Flusslauf, der wie eine grüne Ader die östliche Grenze der Junkerei markiert und zugleich die Geschichten der Menschen davonträgt — von der sagenhaften Fee Folde, die angeblich im klaren Wasser tanzt, bis hin zu den Taten längst vergessener Ritter.
Die Dörfer der Junkerei — Holderberg, Foldingen, Tsaweiler, Koschingen und schließlich das abgelegene Suhlingen — liegen verstreut wie Farbkleckse auf einem weit gespannten Teppich aus Auen, Mooren und dunklem Forst. Insgesamt rund 750 Seelen leben hier, darunter auch die sechs Zwerge, die im mittig gelegenen Bergdorf Koschingen ihre uralten Schmiedetraditionen wahren.
Im Westen breitet sich die Suhle, ein weites, schweigend atmendes Hochmoor, aus. Nebelschwaden ziehen dort zu jeder Tageszeit schwer über die nassen Torfkuppen, und nicht wenige behaupten, die Geister der alten Tannwalder Ritter hätten dort ihren letzten Frieden gefunden. Noch weiter nördlich erhebt sich der ehrfurchtgebietende Tannwalder Forst, ein jahrhundertealtes Waldmeer aus knorrigen Eichen, dunklen Tannen und geheimnisvollen Schluchten. Der Forst, der einst der Junkerei ihren alten Namen „Tannwald“ gab, hat den Fall der alten Herrschaft überdauert und flüstert nachts noch denselben Namen: Tannwald... Tannwald...
Holderberg und Foldingen, die beiden nördlichen Dörfer an der Landstraße, schmiegen sich an die sanften Auen der Folde, geschützt vom Forst im Westen. Weiter südlich windet sich ein Karrenpfad hinauf zu Tsaweiler, dem Herz des Junkerguts. Das Dorf liegt in einer natürlichen Mulde zwischen Wald und Hügeln, stets erfüllt von bunten Bändern und Blumenschmuck — den Spuren des Tsa-Kults, der seit dem Tempelbau im Jahr 1041 BF immer prachtvollere Feste hervorbringt. Südlicher noch liegen Koschingen, halb in den Berghang gebaut, und Suhlingen, ein kleines, beinahe weltvergessenes Dorf am Rand des Moores, wo das tägliche Leben härter und die Nächte länger sind.
Der Fluss Folde entspringt im Süden, im Nachbar-Rittergut Hardingen, und trägt sein junges Wasser an Tsaweiler vorbei in Richtung der nördlichen Junkerei Herzogenfurt. Die Menschen entlang des Ufers schwören darauf, dass die Fee Folde selbst den Verlauf des Wassers bestimmt — und so mancher Fischer schwört auch darauf, nachts eine zarte, schimmernde Gestalt zwischen den Weiden gesehen zu haben.
Die Geschichte der Junkerei ist wechselhaft wie das Wasser der Folde. Über Jahrhunderte herrschte hier das alte Rittergeschlecht von Tannwald, bis im Jahre 1022 BF die Junkerin und Hofheroldin Gerhardine von Tannhaus in Ungnade fiel und das Land unter fremde Hand geriet. Es folgten die Wirren der „Bjaldorner Flüchtlinge“, der Aufstieg des Jägers Treson, dann seiner Gemahlin Sabea von Berg, die bis zu ihrem Tod in der Schlacht bei Mendena im Jahr 1040 BF die Geschicke Tannwaldens lenkte.
Mit ihrem Tod verfiel das Gut der Baronin Selinde, die es zu Ehren der jungen Göttin in Tsaweiler umbenannte und den Bau des liliengeschmückten Tsa-Tempels anordnete. Erst 1044 BF erhielt die Junkerei wieder einen Herrn: Amiel Rupoldo von Altenberg, dessen Haus seitdem die Geschicke der Region lenkt. Zwei Jahre später versammelte sich die gesamte Sippe der Altenbergs zu einem großen Familientreffen, um die Familienchronik — ein mit Silber beschlagenes Werk voller Wappen, Siege und Schrecken — feierlich in Tsaweiler zu verwahren.
So ist Tsaweiler heute ein Land im Gleichgewicht zwischen Tradition und Erneuerung, zwischen der Strenge Praios’ und dem Lächeln Tsas, zwischen düsterem Forst und fruchtbaren Auen. Die Menschen tragen ihre Geschichten wie alte Gewänder: voller Flicken, voller Stolz, voller Geheimnisse. Und wer gut hinhört, wenn er am Ufer der Folde steht, mag vielleicht wirklich das helle Kichern einer Fee vernehmen — oder das Rascheln der alten Tannwalder Ritter, die noch immer durch den Forst streifen.
Zusammenfassung
- Name: Gut Tsaweiler
- Lehensherr/in: Junker Amiel Rupoldo von Altenberg
- Wappen:
- Residenz: Der ´Tanhūser´, eine kleine Turmburg bei Tsaweiler
- Wichtige Familien: Haus Altenberg, Haus Tannhaus (erloschen)
- Einwohner: 750
- Zwerge: 6 (alle in Koschingen)
- Hauptort: Dorf Tsaweiler
- Siedlungen: Tsaweiler (200 Ew), Suhlingen (89 Ew), Koschingen (130 Ew), Foldingen (200 Ew), Holderberg (100 Ew), einzelne Gehöfte
- Burgen und Schlösser: Der ´Tanhūser´, eine kleine Turmburg, Burgruine bei Holderberg
- Untergeordnete Lehen: keine
- Tempel:
- Efferdtempel in Foldingen
- Travia-, Firun-, Tsa-Schrein in Tsaweiler.
- Travia-Schrein in Suhlingen.
- Ingerimm-Schrein in Dorf Koschingen
- Landschaften: die Suhle (Hochmoor), die ´Koschinger Berge´ bzw. der ´Hadinger Rücken´ (Hügelkette), Auen und der Tannwalder Forst.
- Gewässer: Folde
- Besonderheiten: Moorgrab in der ´Suhle´ (Boron), der ´Friedenschor´ (eine Gesangsgruppe)
- Hofhaltung des Junkergutes Tsaweiler
Geschichte
- 1022 BF:Die Junkerin Tannwalden und Hofheroldin Schweinsfold, Gerhardine von Tannhaus, fällt in Ungnade. Neuer Junker wird der Bjaldorner Jäger Treson.
- Travia 1022 BF: Die ´Bjaldorner Flüchtlinge´ werden aus Herzogenfurt in das Dorf Tannwalden umgesiedelt.
- Travia 1024 BF: Nach dem Tod von Junker Treson wird seine Gemahlin und Schatzmeisterin Schweinsfold, Sabea von Berg, als Junkerin bestätigt.
- Praios 1030 BF: Baronin Selinde von Herzogenfurt-Schweinsfold benennt Dorf und Gut Tannwalden in Tsaweiler um. Pläne für den Bau eines Tsa-Tempels werden laut.
- Praios 1040 BF: Letzte Junkerin, Sabea von Berg, fällt in der Schlacht bei Mendena und hinterlässt keinen Erben. Das Gut fällt heim.
- Tsa 1041 BF: Der Bau an dem Tsa-Tempel beginnt.
- Praios 1044 BF: Neuer Junker, Amiel Rupoldo von Altenberg, für das Gut Tsaweiler.
- Rahja 1046 BF: Großes Familientreffen des Haus Altenberg auf Tsaweiler, die Familienjunkerei, um dort die Familienchronik aufzubewahren.
Junker des Junkergut Tannwalden/ Tsaweiler:
- 950 BF - 976 BF Raul von Tannhaus
- 976 BF - 1012 BF Rauhelma von Tannhaus
- 1012 BF - 1022 BF Gerhardine von Tannhaus
- 1022 BF - 1024 BF Treson von Bjaldorn
- 1024 BF - 1039 BF Sabea vom Berg
- 1039 BF - 1043 BF vakant
- 1043 BF - ???? BF Amiel Rupoldo von Altenberg
