Junkergut Schweinsfold
Gut Schweinsfold
| Nor III-13-J4 Gut Schweinsfold |
| Wappen |
| Karte des Lehens |
| Lage des Lehens |
| Baronie Schweinsfold/ Landtgrafschaft Gratenfels |
| Status: bespielt |
| Kontakt: DanSch |
Zentral in der Baronie Schweinsfold liegt das gleichnamige Junkergut, Stammsitz des Hauses von Schweinsfold und ältester Machtkern der Region. Es umfasst die Dörfer Schweinsfold, Saubach, Rotingen, Bachenfeld sowie verstreute Einzelhöfe, auf denen zusammen rund sechshundertundsiebzig Menschen leben. Die Landschaft wird von zwei Gesichtern geprägt: den weitläufigen, fruchtbaren Weiden und dem uralten, beinahe ehrfurchtgebietenden Foldenforst, der den gesamten Westen und Norden der Junkerei bedeckt.
Ein Karrenpfad, der aus dem Nordosten aus der Junkerei Ulenau kommt, zieht sich durch Saubach und das namensgebende Dorf Schweinsfold und verlässt das Lehen im Süden in Richtung des Edlenguts Perainefelden. Dieser einfache, aber wichtige Verkehrsweg ist die Lebensader des Junkerguts – über ihn reisen Viehhändler, Trüffelsucher, Pilger, Bittsteller und gelegentlich sogar Gesandte der Baronin.
Land und Leute
Die Bewohner Schweinsfolds gelten als bodenständig, derb und äußerst arbeitsam. Der Großteil der Bevölkerung lebt von Viehzucht – besonders Schweinen, die hier in ungewöhnlich großer Zahl gehalten werden und als Hauptreichtum der Junkerei gelten. Trüffelschweine aus dem Foldenforst sind bis in die Städte des Kosch begehrt. Daneben sind Rinder- und Schafherden verbreitet, und im Randgebiet des Waldes haben sich einige Imker und Holzhandwerker niedergelassen.
Der Saubächel, ein klarer Waldfluss, entspringt im tiefen Inneren des Foldenforsts, durchquert erst die Wildnis, dann das Dorf Schweinsfold und anschließend Saubach, bevor er in Richtung Ulenau weiterfließt. Er dient den Bauern als Tränke, den Gerbern als Ressource und den Kindern als Abenteuerspielplatz, wo sie von uralten Waldgeistern und längst vergessenen Feenwesen munkeln.
Die Rotenwacht und das Erbe des Hauses Schweinsfold
Über dem Dorf Schweinsfold erhebt sich die Rotenwacht, eine kleine Turmburg mit Wehrhof, deren rötlicher Stein ihr den Namen verlieh. Sie ist der Stammsitz des Hauses von Schweinsfold und der sichtbare Ausdruck seiner wechselhaften Geschichte. Am Fuße des steinigen Pfades, der hinauf zur Burg führt, steht die grob gearbeitete Statue eines Ritters, der einem Drachen das Schwert in die Brust stößt. Die Legende besagt, dass sie Reo von Herzogenfurt-Schweinsfold zeigt, der in jungen Jahren den Lindwurm Chaidarion im Almadanischen erschlug.
Reo war ein charismatischer, stolzer und von der Bevölkerung innig geliebter Junker – zugleich aber ein Mann, der leicht zur Selbstüberschätzung neigte. Sein Schicksal ist eines der dunkelsten Kapitel des Hauses: Vogelfrei erklärt, nachdem er versucht hatte, seine eigene Tochter, Baronin Selinde von Schweinsfold, vom Thron zu stoßen. Die Bevölkerung spricht noch heute mit leisem Bedauern über seinen Fall, wenngleich niemand den Richterspruch der Landtgrafen in Frage stellt.
Noch rätselhafter aber ist das Verschwinden seiner Vorfahrinnen: Junkerin Tsasalda und ihre Tochter Senola, Baronin und Baroness. Sie verschwanden spurlos im strengen Winter des Jahres 998 BF. Manche sagen, sie seien in einer Schneenacht in den Foldenforst gegangen und nie zurückgekehrt. Andere behaupten, Hexenjäger oder Bannstrahler seien damals im Land unterwegs gewesen. Beweise gibt es keine – nur Geschichten, die leiser werden, je weiter man sich von der Rotenwacht entfernt.
Gerüchte des Waldes
Der Foldenforst ist nicht nur Heimat uralter Bäume, sondern auch von Erzählungen, die sich hartnäckig halten. Immer wieder ist von einem versteckten Tsatuara-Schrein die Rede – einem Ort, an dem die Anhängerinnen inmitten des Waldes der Großen Mutter huldigen sollen. Ebenso gibt es Geschichten über einen Hexentanzplatz, der nur während bestimmter Nächte betreten und zwischen moosbewachsenen Findlingen sichtbar werde. Offiziell weist man solche Sagen zurück, besonders seit Praiosgeweihte gelegentlich das Gebiet inspizieren. Doch im Dunkel des Waldes hallt altes Wissen nach, und die Menschen hören zuweilen Stimmen, die nicht von Wild oder Wind stammen.
Der neue Junker
Seit dem Jahr 1048 BF steht Barnabas Praionsil von Schweinsfold, ein entfernter Verwandter der Baronin, an der Spitze der Junkerei. Aufgewachsen in der Grafenstadt Gratenfels, ist er für die ländlichen Bewohner ein Fremder, dessen zukünftiger Regierungsstil noch ungewiss bleibt. Man weiß lediglich, dass er den Lehren Praios’ außergewöhnlich treu ergeben ist – ein Umstand, der sowohl Hoffnungen als auch Sorgen weckt. Die Baronin selbst betrachtete seine Ernennung mit leichtem Unmut, denn Barnabas ist in seiner Frömmigkeit strenger, als es vielen in der traditionsreichen, naturverbundenen Baronie lieb ist.
Wie er das Erbe des Hauses Schweinsfold weiterführen wird, ist noch offen. Die Bauern beobachten genau, welches Gesicht der neue Herr zeigen wird: das strenge des Praios, das gerechte eines Landesvaters – oder ein gänzlich anderes.
Zusammenfassung
- Name: Gut Schweinsfold
- Lehensherr/in: Junker Barnabas Praionsil von Schweinsfold
- Wappen: Auf gelbem Schild ein roter, aufrechtstehender Eber
- Residenz: Rotenwacht, kleine Turmburg
- Wichtige Familien: Haus Schweinsfold
- Einwohner: 670
- Zwerge: keine
- Hauptort: Dorf Schweinsfold
- Siedlungen: Schweinsfold (150 Ew), Saubach (150 Ew), Rotingen (200 Ew), Bachenfeld (100 Ew), diverse einzelne Bauernhöfe
- Burgen und Schlösser: die Rotenwacht (Burg)
- Untergeordnete Lehen:
- Tempel:
- Traviatempel in Rotingen
- Ingra-Schrein in Rotingen
- Praios-Schrein in der Burg Rotenwacht
- Firun-Schrein in Schweinsfold
- Peraine-Schrein bei Bachenfeld
- Tsatuara-Schrein im Foldenforst bei Schweinsfold (geheim)
- Landschaften: Foldenforst (Wald), Weideland
- Gewässer: Saubächel (Bach)
- Besonderheiten: Familiengruft ´Haus Schweinsfold´, Statue ´Reo, der Drachentöter´, Trüffelschweine.
Geschichte
- 922 BF: Nach der Schlacht bei Stillenberg bei Herzogenfurt wird der Edle Suminius von Schweinsfold vom Landtgrafen zum Baron von Schweinsfold erhoben. Im Zuge dessen wird das Edlengut zur Junkerei Schweinsfold umbenannt.
- 1044 BF: Durch den Verrat des Junker Reo von Herzogenfurt-Schweinsfold entlehnt der Landtgraf das Haus Schweinsfold der Junkerei.
- 1044 BF:Der Landtgraf belehnt die Junkerei erneut. Lehensnehmer der Junkerei wird Lambrinus Godemichels von Schweinsfold, Vasall des Landtgrafen und entfernter Verwandter der Baronin von Schweinsfold.
Herrscher/in des Junkergut Schweinsfold:
- 899 BF- 917 BF: Edler Saturius von Schweinsfold
- 917 BF - 922 BF: Edler Suminius von Schweinsfold
- 922 BF - 936 BF: Junker Suminius von Schweinsfold
- 936 BF - 960 BF: Junker Olk von Herzogenfurt-Schweinsfold
- 960 BF - 991 BF: Junkerin Tsasalda von Herzogenfurt-Schweinsfold
- 991 BF - 998: Junkerin Senola von Herzogenfurt - Schweinsfold
- 998 BF - 1020 BF: Baronin Selinde von Herzogenfurt - Schweinsfold
- 1020 BF - 1044 BF: Junker Reo von Herzogenfurt - Schweinsfold
- 1044 BF - 1048: Junker Lambrinus Godemichels von Schweinsfold
- 1048 BF - amtierend: Junker Barnabas Praionsil von Schweinsfold
Hofverwaltung von Gut Schweinsfold
