Edlengut Dachshöh
Gut Dachshöh
| Nor III-13-E3 Gut Dachshöh |
| Wappen |
| Karte des Lehens |
| Lage des Lehens |
| Lage der Baronie Schweinsfold |
| Status: bespielt |
| Kontakt: Yan Tur/ DanSch, seit 2.Nov. 2025 Waldi |
Zwischen den sanften Hügelwellen der Nordmarken, dort wo die fruchtbaren Wiesen von Schweinsfold in die Schattenreiche des Foldenforstes übergehen, liegt das kleine, doch geschichtsschwere Edlengut Dachshöh. Ein Land von kaum dreihundertfünfzig Seelen, und doch erfüllt von jener stillen Würde, die nur Regionen besitzen, deren Erde mehr Blut und Geschichten gesehen hat, als es ihre heutige Ruhe vermuten ließe.
Die Landstraße aus Witzichenberg, von alten Linden gesäumt, markiert die Westgrenze des Gutes und trägt Reisende direkt in die namensgebende Ortschaft Dachshöh. Mit etwa zweihundert Bewohnern ist sie der pulsierende Kern des Edlengutes: Händler, Viehzüchter, Schäfer und ein paar wettergegerbte Wagner, Gerber und Hufschmiede, deren Feuer die Abende mit rötlichem Flackern erfüllen. Über alledem wacht der kleine, aber ehrwürdig gepflegte Rondratempel, ein Ort des Mutes und der Pflicht, zu dem die Menschen des Landes an Freveltagen wie Festtagen pilgern. Im Dorf herrscht Ruhe und Ordnung, denn die Einwohner wissen, mit Störenfrieden umzugehen. Man munkelt, das schon der eine oder andere Jungspund an den Fesseln über einen Baumast gehängt wurde, bis er schwor, seine Siebensachen zu packen und das Weite zu suchen. Die Gemeinschaft ist dementsprechend eingeschworen und kämpferisch gegenüber Außenseitern, die das selbstgeschaffene Idyll stören.
Unweit des Dorfes, leicht erhöht auf einem Felsrücken, stehen die dunklen Mauern der Zwingfeste Dachshöh — ein schweigsamer Zeuge alter Schuld und alten Stolzes. Einst als Praioskapelle erbaut, dann zur Feste umgewandelt, später von Feinden geschleift und dennoch wiedererrichtet, thront sie nun halb verlassen über dem Tal. Seit der Zeit des Edlen Rukus von Dachsgrün dient sie wieder als Sitz der Herrschaft, wenngleich ihre Hallen Zugluft kennen und ihre Mauern mehr Krähen als Wachsoldaten beherbergen. Doch das alte Haus Dachsgrün ist zurückgekehrt, und mit dem jungen Aldec, frisch aufgenommen in den Stammbaum seines Vaters, scheint die Feste erneut einen Hauch von Zukunft zu atmen.
Folgt man der Landstraße weiter südwärts, so zweigt eine knirschende Karrenspur ab — kaum mehr als zwei von Pferdehufen ausgetretene Rillen im Boden. Der östliche Weg führt nach Grooni, einer Siedlung von etwa hundertfünfzig Bewohnern, die dicht an den Rand des Foldenforstes geduckt liegt. Grooni ist ein Dorf von Holzfällern, Harzsammlern und Waldkundigen, deren Häuser oft mit Fellen behangen und deren Türpfosten mit Firuns wie Travias Segenszeichen versehen sind. Der Wald ist hier kein Feind, aber ein ernster Nachbar: In düsteren Nächten hört man sein Wispern, und auch wenn die Ausläufer weniger dicht sind als die tiefen Forstherzen jenseits der Junkerei Schweinsfold, so wissen die Menschen doch, welchen Respekt er verlangt. Mit geeinten Kräften hat man die wilden Tiere in das Innere des Waldes verbannt, weshalb Wolfsrisse nur noch selten vorkommen.
Zwischen den beiden Dörfern erstrecken sich die weiten Weideländer, durchsetzt von kleinen Seen, die wie Spiegel der Götter in der Landschaft ruhen. Rinder drängen sich dort an den Ufern, und die Schäfer von Dachshöh kennt man im ganzen Herzogtum für ihre geduldigen, treuen Hunde und ihr gutes Wollvieh. Die Wiesen sind weich und grün, und im Frühjahr stehen sie voller gelber und weißer Blumen, als hätte Tsa selbst ihre Farben aufgefächert. In dieser beschaulichen Landschaft hat ein Kuriosum seine Zelte aufgeschlagen: Immeran Vespiner, gebürtiger Puniner, ist studierter Derograph und Biologe. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Heidekraut zu katalogisieren, welches die dem Wind zugewandten Hügelflanken in allen Farben des Regenbogens zum Leuchten bringt. Dies erlaubt ihm das gewaltige Erbe seiner Mutter, von dem er überraschend sparsam lebt.
Die Nachbarschaften zeichnen die Grenzen des Gutes wie Adern: Nach Norden erstreckt sich das Land Witzichenberg, dessen Menschen man in Dachshöh als rau, aber ehrbar kennt. Nach Osten ragen die mächtigen Schatten des Foldenforstes aus der Junkerei Schweinsfold herüber. Nach Süden schließlich liegt Dachswies, Schwester im Leide der alten Udenauer Geschichte. Und westlich, jenseits der Landstraße, liegt das junge Edlengut Hasenheide, dessen Höfe bis nach Hag reichen.
Zusammenfassung
- Name: Gut Dachshöh
- Lehensherr/in: Aldec von Dachsgrün, Edler von Dachshöh
- Wappen:
- Residenz:
- Wichtige Familien: Haus Dachsgrün
- Einwohner: 350
- Zwerge: keine
- Hauptort: Dorf Dachshöh
- Siedlungen: Dachshöh (200 Ew.), Grooni (150 Ew.), einige Gehöfte
- Burgen und Schlösser: Zwingfeste Dachshöh
- Untergeordnete Lehen:
- Tempel:
- Rondratempel in Dachshöh
- Praioskapelle (verwaist) in Dachshöh
- Landschaften:
- Gewässer:
- Besonderheiten:
- Hofhaltung des Edlengutes Dachshöh
Geschichte
Unter der friedlichen Oberfläche ruht Geschichte — alte wie neue. Viele in Dachshöh erinnern sich an die Erzählungen der Alten: an die blutigen Jahre, als die Ritter von Udenau das Land zurückeroberten, die Feste brannte und die damalige Edle Enetaya von Dachsgrün ein schmähliches Ende fand. Ebenso erzählen sie von den überraschenden Gnadengaben der jüngeren Vergangenheit, von Rücktritten, Erbfolgen, Schicksalswendungen — und vom Aufstieg des jungen Hauses, dessen Wurzeln in Blut und Flammen liegen, aber dessen Zukunft jetzt in frischer, hoffnungsvoller Erde keimt.
So ist Dachshöh im Jahre 1048 BF ein kleines Stück Land, das mehr trägt als Heu und Vieh: Es trägt Legenden. Und an manchen Abenden, wenn der Wind vom Wald herüberstreicht und die Glocke des Rondratempels schlägt, dann könnte man fast meinen, die Geister vergangener Tage schritten Seite an Seite mit den Lebenden durch diese sanften Wiesen.
Zeitleiste:
- 974 BF: Gräfliche Gratenfelser Truppen übernehmen die Macht in Udenau. Ihre Anführer sind das Ritterpaar Enetaya und Bogumil von Dachsgrün.
- 976 - 977 BF: Die Zwingfeste Dachshöh wird errichtet und 977 BF fertiggestellt. Haus Dachsgrün benennt das mächtige Lehen Udenau in Dachshöh um.
- 983 BF: Die Udenburger Ritter erobern Udenau zurück. Kurz darauf zerstören sie die Zwingfeste Dachshöh und lassen die Ritterin Enetaya hängen. Die Kinder werden verschont.
- 985 BF: Baron Olk von Schweinsfold (auf Druck vom Landgrafen) löst die Ortschaften Dachshöh und Dachswies aus dem Gut Udenau und belehnt zwei neue Adlige mit den Gütern: die Ritterin Baldurhelma von Immergrün, als Edle von Dachshöh und die Ritterin Hesindigund von Dachswies, als Edle von Dachswies.
- 1022 BF: Baronin Selinde I. von Herzogenfurt-Schweinsfold belehnt den ehemaligen Bannstrahler Rukus von Dachsgrün, Sohn der Ritter Enetaya und Bogumil von Dachsgrün, mit den Edlengüter Dachshöh und Dachswies (als Doppellehen). Überraschenderweise treten die vormahligen Edlen der Güter, Madalin von Dachswies und Hildberna von Immergrün, freiwillig aus ihren Amt zurück.
- 1040 BF: Rukus von Dachsgrün zu Dachshöh und Dachswies verstirbt ohne Erbe. Baronin Selinde von Herzogenfurt-Schweinsfold belehnt Adelgunde von Dachswies mit dem Doppellehen.
- 1043 BF: Ohne jede Ankündigung schlägt Immeran Vespiner sein Zelt mitten im Weideland zwischen den Dörfern des Gutes Dachshöh auf. Von Jahr zu Jahr wandert es einige hundert Schritt. Reisenden gibt er begeistert und lehrreich Auskunft über die Eigenheiten der lokalen Flora und Fauna.
- 1047 BF: Das Hasenheidener Land wird aus dem Gut gelöst und als Edlengut Hasenheide an Elvan Winrich von Schweinsfold belehnt.
- Phex 1047 BF: Aldec wird als Sohn des designierten Edlen von Dachshöh anerkannt und offiziel im Haus Dachsgrün aufgenommen. Die Baronin von Schweinsfold setzt ihn als Nachfolger seines Vaters ein.
