Edlengut Perainefelden
Gut Perainefelden
| Nor III-13-E6 Gut Perainefelden |
| Wappen |
| Karte des Lehens |
| Lage des Lehens |
| Lage der Baronie Schweinsfold |
| Status: bespielt |
| Kontakt: AnFe, ab 10.2024 Knechtstett |
Zentral im Herzen der Baronie Schweinsfold liegt das fruchtbare Edlengut Perainefelden, dessen sanft gewellte Kornfelder im Sommer wie ein goldener Teppich im Wind stehen. Seit jeher gilt das Land als die Kornkammer Schweinsfolds, und selbst weit über die Grenzen hinaus kennt man die besonderen Feldfrüchte der Region – allen voran den berühmten Perainefelder Spargel, eine Spezialität, die bei Adel wie Bauern gleichermaßen beliebt ist.
Geografie und Wege
Vier alte Karrenwege durchziehen das Gut wie Lebensadern und verbinden es mit den umliegenden Herrschaftsgebieten.
Der nördliche Weg führt direkt in die Junkerei Schweinsfold.
Der östliche Pfad zieht zum Rittergut Hadingen.
Im Süden liegt, kurz vor den schattigen Ausläufern des mächtigen Ingrawalds, die Ortschaft Grünbergen.
Der westliche Weg schließlich führt über Selinden hinüber ins Edlengut Dachswies.
Im Zentrum dieser Verbindungen liegt der Hauptort Perainefelden mit 275 Einwohnern – ein ruhiges, freundliches Bauerndorf, das vom Duft frisch gemähter Felder, dem Klang klappernder Mühlräder und dem Gesang der Peraine-Geweihten geprägt ist.
Ortschaften und Bevölkerung
Mit insgesamt 810 Einwohnern gehört Perainefelden zu den größeren Edlengütern der Baronie. Neben dem Hauptort zählen dazu:
Grünbergen (150 Einwohner), malerisch am Rand des Ingrawaldes gelegen, überragt von einer verwitterten Turmruine, die einst mit dem althergebrachten Gutshof der Familie von Immergrün verbunden war.
Selinden (50 Einwohner), ein winziges, aber reizvolles Dörfchen, das als kleinster Ort der gesamten Baronie Schweinsfold gilt – und dafür nicht wenig lokalen Stolz entwickelt hat.
Über das Land verstreut liegen zahlreiche Bauernhöfe, deren Felder die Hauptwirtschaftskraft des Gutes darstellen.
Herrschaft und Verwaltung
Nach wie vor steht das Edlengut unter der Oberhoheit von Baronin Selinde II. von Schweinsfold, die es aus der Ferne regiert. Die tägliche Verwaltung aber obliegt traditionell einer Vögtin – ein Amt, das über Generationen hinweg fast immer in den Händen der Familie von Immergrün lag.
Dies änderte sich jedoch im Jahr 1043 BF, als der langjährige Vogt Hardomar von Immergrün aufgrund zunehmender körperlicher und seelischer Schwäche sein Amt niederlegte. An seiner Stelle setzte die Baronin die ehrgeizige Hana von Uden ein, die zwar tüchtig ist, doch mehr das Wohl ihres eigenen Hauses im Blick hat. Unter vielen Dorfbewohnern ist diese Entscheidung bis heute Gegenstand leiser Zweifel.
Denn im Volk genießt ein anderer Name noch immer hohen Klang: Roana von Immergrün, die gelehrte Tochter der einstigen Edlen von Dachshöh. Obwohl Roana den Ort ihrer Kindheit verlassen hat und nun als Schriftkundige bei der Familie von Immental arbeitet, wünschen sich nicht wenige, dass sie eines Tages zurückkehren möge – als jene Vögtin, die sie ihrer Abstammung nach sein sollte.
Glaube, Bauwerke und Besonderheiten
Perainefelden ist tief vom Glauben an die Göttin der Heilung und der Ackererde geprägt. Am Rande des Hauptortes liegt die Klosterruine St. Theria, eine alte, von Efeu und Moos umwundene Pilgerstätte. Viele Reisende kommen hierher, um Heilung zu suchen oder für eine gute Ernte zu beten. Die örtlichen Bauern schwören darauf, dass der Segen der Heiligen ihre Felder besonders reich gedeihen lässt.
Unweit davon, zwischen Obstgärten und Spargelfeldern, erhebt sich das Lustschlösschen der Baronin – ein prächtiges, aber leicht verspieltes Anwesen, das gleichermaßen als Erholungsort wie als Verwaltungssitz dient. Hier residiert Vögtin Hana von Uden, die dem Gut seinen gegenwärtigen Kurs vorgibt.
Stimmung im Jahr 1048 BF
Trotz Wohlstand und reicher Ernten ist die Stimmung im Edlengut nicht völlig ungetrübt. Viele Bewohner betrachten Hanas Verwaltung als Übergangslösung und wähnen im Namen Immergrün weiterhin das wahre Herz Perainefeldens.
Zusammenfassung
- Name: Gut Perainefelden
- Lehensherr/in: Baronin Selinde II von Schweinsfold, vertreten, ab 1044 BF, von Vögtin Hana von Uden.
- Wappen:
- Residenz: Landschlößchen bei Perainefelden
- Wichtige Familien: Haus Uden, Haus Immergrün
- Einwohner: 810
- Zwerge: keine
- Hauptort: Dorf Perainefelden
- Siedlungen: Perainefelden (275 Ew), Selinden (50 EW) - das kleinste Schweinsfolder Dorf (laut NN 13), Grünbergen (150 Ew)
- Burgen und Schlösser: Turmruine bei Grünbergen
- Untergeordnete Lehen: Gutshof Immergrün
- Tempel:
- Perainetempel in Perainefelden
- Phex-Schrein in Grünbergen
- Landschaften: Ingrawald bei Grünbergen
- Gewässer:
- Besonderheiten: Klosterruine und Pilgerstätte "St. Theria", Perainefelder Spargel
- Hofhaltung des Edlengutes Perainefelden
Geschichte
Geschichte des Edlenguts
Die Geschichte des Landes ist eng verwoben mit den Wirren der benachbarten Güter. Eine entscheidende Wendung brachte das Jahr 985 BF, als Baron Olk von Schweinsfold – dem Druck des Landgrafen folgend – Teile des Gutes Udenau löste und daraus die neuen Edlengüter Dachshöh und Dachswies schuf, belehnt an die Ritterinnen Baldurhelma von Immergrün und Hesindigund von Dachswies.
Doch die Ordnung blieb nicht von Dauer. 1022 BF wurden die Besitzverhältnisse erneut umgewälzt: Baronin Selinde I. übertrug beide Edlengüter als Doppellehen an Rukus von Dachsgrün, den Sohn zweier kampferprobter Ritter. Bemerkenswert war, dass die bisherigen Edlen – Madalin von Dachswies und Hildberna von Immergrün – ohne Widerstand abdankten. Letztere wurde daraufhin Vögtin von Perainefelden und begründete eine Zeit des Friedens und der guten Verwaltung.
