Boromada von Henjasburg
| Boromada Selinde von Henjasburg | |
| Haus Henjasburg (c)DanSch | |
| Wappen: | Auf weißem Schild ein grüner Turm über blauem, mit Wellenschnitt getrennten Schildfuß |
| Boromada von Henjasburg (c) DanSch | |
| Titel: | Erbjunkerin von Herzogenfurt, Ritterin |
| Anrede: | Hohe Dame |
| Lehen: | zukünftig Junkergut Herzogenfurt |
| Dient: | Junkerin Alrike Peridara von Henjasburg |
| Person | |
| Profession: | Ritterin, Erbjunkerin |
| Hauptgott: | Boron |
| Tsatag: | 2. Boron 1024 BF |
| Boronstag: | lebt |
| Alter (im Jahr 1048): | 24 |
| Kurzcharakteristik: | |
| Familie | |
| Haus: | Haus Henjasburg |
| Eltern: | Alrike von Henjasburg, Karolan von Henjasburg |
| Verheiratet: | verheiratet, Palinor von Henjasburg |
| Kinder: | Ayla, Rahjamar, Borahja |
| Wohnort: | Der Rabenhof |
| Geburtsort: | Der Rabenhof |
| Kurzbeschreibung des Gutes: | |
| Aussehen | |
| Größe: | 178 Halbfinger |
| Haar: | braun |
| Augen: | grün |
| Besonderheiten: | |
| Politisch | |
| Einfluss: | hinlänglich |
| Finanzkraft: | ansehnlich |
| Orden/Gruppen: | |
| Status | |
| Betreuer: | DanSch |
| Stand: | 1043 BF |
Beschreibung
Boromada Selinde von Henjasburg ist eine jener jungen Adligen, die mehr zu sein scheinen als nur das Erbe eines Namens. Hochgewachsen, mit der athletischen Haltung einer Reiterin und Kämpferin, bewegt sie sich durch die Junkerei und den Rabenhof wie jemand, der stets zwischen zwei Welten wandelt: der der Pflicht und der des Herzens. Ihr schulterlanges, hellbraunes Haar fällt ihr oft etwas unordentlich ins Gesicht, doch es rahmt ihre leuchtend grünen Augen auf eine Weise, die viele Menschen kurz innehalten lassen. Diese Augen wirken selten unbeschwert – meist liegt ein stiller Ernst, eine Nachdenklichkeit oder ein kaum merklicher Schatten darin, als hält sie beständig etwas in der Tiefe ihres Inneren zurück.
Geboren im Jahre 1024 BF als ältestes Kind der Junkerin Alrike und des Boronpriesters Karolan von Henjasburg, war Boromada von frühester Jugend an mit den drei Göttinnen und Göttern vertraut, die ihr späteres Leben prägen sollten: Boron, dessen Ruhe und Pflicht ihr durch den Vater eingewoben worden waren; Rondra, deren Stärke sie während ihrer Ausbildung als Ritterin suchte; und Rahja, deren Liebe, Schönheit und Wärme sie erst spät entdeckte, doch umso bewusster in ihr Herz schloss. Nie war sie eine reine Dienerin einer einzigen Gottheit – zu viele Seiten hatte das Leben, um es mit einem einzigen Maßstab zu fassen. Vielleicht lag gerade darin ein Teil der Melancholie, die ihr oft anhaftete.
Ihre Pagenzeit begann im Hause des Ritter Rondred von Foldenau, wo sie lernte, dass Disziplin der erste Schritt zu jeder Form von Ehre war. Unter dem borongefälligen Baron Lucrann von Rabenstein wurde sie Jahre später zur Knappin – und dort prägten sie strenge Tage, schweigsame Mahlzeiten und die Erkenntnis, dass Pflicht kein stolzes Wort, sondern ein schwerer Mantel sein konnte. Doch das Leben entschied anders: eine ungewollte Schwangerschaft durch Palinor von Wasserthal, ebenfalls Knappe, und Boromadas unerwartete Rückkehr an den Rabenhof. Die Enttäuschung ihrer Mutter traf sie tief, und der Versuch Alrikes, sie gegen ihren Willen zu verheiraten, führte zum endgültigen Bruch. In jugendlichem Trotz, aber auch aus wahrer Liebe, heiratete Boromada heimlich den Kindesvater. Erst als die kleine Ayla geboren wurde, erweichte sich Alrike – zumindest soweit, dass sie die Verbindung zähneknirschend akzeptierte.
Nach diesen stürmischen Jahren setzte Boromada ihre Knappschaft unter der Ritterin Andesine von Wasserthal fort, einer Base ihres Mannes. Diese Zeit war für sie wie ein zweiter Frühling: Sie lernte, entdeckte Freude am Kampf ebenso wie an Gemeinschaft, und vor allem wuchs eine tiefe, herzliche Beziehung zu ihrer Schwertmutter. Ihre Schwertleite im Jahre 1046 BF war ein Moment der Befreiung – ein Beweis dafür, dass sie ihren Weg trotz aller Hindernisse gefunden hatte.
Doch das Leben hatte noch einmal Schatten für sie vorgesehen. Beim Turnier von Kaldenberg wurde Boromada Zeugin der Entlarvung und Hinrichtung Andesines, die des Mordes an der Baronin sowie der Schuld im dienste des Namenlosen zu stehen beschuldigt wurde. Die Wahrheit hinter diesen Ereignissen ließ sich kaum fassen, kaum begreifen, und es war, als hätte jemand Boromada ein Stück ihres Herzens herausgerissen. Für Palinor war dieses Ereignis die Schwelle zu einer tiefen Krise, die ihn im folgenden Jahr in den Tempel der Rahja führte, als Novize, als Suchender – und als jemand, der Abstand benötigte, um nicht an der Schuld anderer zu zerbrechen. Boromada ließ ihn ziehen, denn sie liebte ihn, und Liebe bedeutete für sie nie Besitz, sondern Vertrauen, selbst wenn es schmerzte.
Ihre Mutter bemühte sich inzwischen um die Zukunft des Hauses. So wurde Boromada nach ihrer Rückkehr zur Truchsessin von der JUnkerei Herzogenfurt ernannt – eine Aufgabe, die Verwaltung, Verantwortung und Einsicht verlangte. An manchen Tagen fühlte sie sich dieser Welt gewachsen, an anderen schlicht von ihr überfordert. Zwischen Schriftrollen, Rechnungen, Ernteprognosen und Hofangelegenheiten sehnt sie sich oft nach Sattel und Schwert, nach dem Gefühl des Windes auf dem offenen Feld oder der Nähe des Mannes, den sie liebt. Doch sie bleibt standhaft, denn sie weiß: Eines Tages würde sie die Herrin des Gutes sein müssen, und Herzogenfurt brauchte eine starke Erbin.
In diesen Jahren schenkte sie dem Leben zwei weitere Kinder – Rahjamar Rondradin und Borahja Keyla – und die hellen Stimmen ihrer Kleinen brachten Licht in so manche düstere Stunde. Sie und Ayla, die älteste Tochter, wurden ein eingespieltes Gespann; oft sieht man sie, wie sie der Mutter im Hof hilft oder sie mit kindlicher Ernsthaftigkeit bei den Stallungen begleitet.
Geschichte
Verwandtschaft:
- Alrike Peridara von Henjasburg, *1003 BF, Junkerin von Herzogenfurt (Mutter)
- Karolan von Henjasburg, *997 BF, Tempelvorsteher des Borontempels von Herzogenfurt (Vater)
- Boronmin von Henjasburg, *1036 BF, Knappe von Hardomar von Hadingen (Bruder)
- Boromilia von Henjasburg, *1026 BF, Boronnovizin im Gefolge von Baron Lucrann von Rabenstein (Schwester)
- Madalin von Henjasburg, *1030 BF, Zofe von Maline von und zu Hornisberg (Schwester)
- Palinor von Henjasburg, *1027 BF, Rahja-Novize in Albenhus (Gemahl)
- Ayla Rahjania von Henjasburg, *1043 BF (Tochter)
- Rahjamar Rondradin von Henjasburg, 1047 BF (Sohn)
- Borahja Keyla von Henjasburg, Phex 1048 BF (Tochter)
- Reo von Herzogenfurt-Schweinsfold, *998 BF, Ritter und ehem. Junker von Schweinsfold (Onkel, vogelfrei)
- Raulgunde von Schweinsfold, *995 BF, Kriegerin und Burgsassin von Burg Herzogenfurt(Tante)
- Selinde II. von Schweinsfold, *1020 BF, Baronin von Schweinsfold (Cousine)
- Geron von Schweinsfold, *1022 BF, Ritter, ehemaliger Knappe von Junker Dragowin Timerlain (Cousin)
- Hlûthar von Schweinsfold, *1022 BF (Cousin)
- Arika Selinde von Schweinsfold, *1025 BF, Ritterin im Orden des Donners, ehemals Knappin von Wilfred Ivirdan von Gugelforst in Weiden (Cousine)
Herausragende Ahnen:
Verbündete:
- Andesine von Wasserthal, Schwertmutter (ab 1043 BF - 1046 BF)
Feinde:
- Lucrann von Rabenstein, ehemaliger Schwertvater (bis 1043 BF)
| Vorgänger | Truchsessin von Herzogenfurt | Nachfolger |
|---|---|---|
| keinen | 1046 BF - ? | ? |
Volkes Stimme: „Gute Frau, aber still. Manches frisst sie in sich hinein. Ich glaub, da liegt tiefer Kummer in ihr.“/ „Ihre Schwertmutter – hingerichtet als Dienerin des Namenlosen. Wer weiß, was sie selbst alles gesehen hat … oder verschweigt.“
Zitate: „Boron gibt uns Stille. Rondra Mut. Rahja Wärme. Ohne alle drei ist ein Mensch nur ein Schatten.“/ „Manchmal muss man lachen, sonst hört man nie wieder auf zu weinen.“
Stärken:
Schwächen:
Herausragende Eigenschaften:
Herausragende Talente:
Turnierwerte:
- Lanzengang: 2
- Sattelfertigkeit: 1
- Fußkampf: 2
Meisterinformationen
Offizielle Quellen
Briefspiel:
- Die große Jagd von Nilsitz: Jagd und Wiedereröffnung der Nilsitzer Jagdhütte.
- Rabeneltern - PRA 1043 BF, Eine Studie in Rethonik - eine neue Novizin für den Baron von Rabenstein
- Die Schweinsfolder Hochzeit: Die Hochzeit von der Baronin von Schweinsfold.
- Das Frühlingsturnier 1046 BF
- Jast Gorsam Gedächtnis Turney 1048 BF (Kyndoch/Herzogenfurt/Kaldenberg)