Alrike Peridara von Henjasburg

Alrike Peridara von Henjasburg

Haus Henjasburg

Haus Henjasburg
Wappen: Auf weißem Schild ein grüner Turm über blauem, mit Wellenschnitt getrennten Schildfuß

Alrike von Henjasburg (c)DanSch

Alrike von Henjasburg (c)DanSch
 
Titel: Junkerin von Herzogenfurt, Baroness von Schweinsfold
Anrede: Euer Wohlgeboren
Lehen: Junkergut Herzogenfurt
Dient: Baronin Selinde II. von Schweinsfold
 
Person
Profession: Junkerin, Hexe (Rabenschwester)
Hauptgott: Tsatuara/Boron
Tsatag: 06. Rondra 1003 BF
Boronstag: lebt
Alter (im Jahr 1048): 45
Kurzcharakteristik:
Familie
Haus: Haus Henjasburg, Haus Schweinsfold
Eltern: Selinde I. von Schweinsfold, Odumir von Uden
Verheiratet: verheiratet, Karolan von Henjasburg
Kinder: Boromada, Boromilia, Madalin, Boronmin
Wohnort: Der Rabenhof
Geburtsort: Burg Herzogenfurt
Kurzbeschreibung des Gutes:
Aussehen
Größe: 174 Halbfinger
Haar: blond
Augen: blau
Besonderheiten: wirkt immer mürrisch
Politisch
Einfluss:
Finanzkraft:
Orden/Gruppen:
Status
Betreuer: DanSch
Stand: 1048 BF

Beschreibung

Junkerin Alrike von Henjasburg – Die Schattenfeder von Schweinsfold

Wer zum ersten Mal die Junkerin von Herzogenfurt erblickt, glaubt kaum, dass diese Frau aus einer der ältesten Linien Schweinsfolds stammt, denn Alrike von Henjasburg wirkt nicht wie eine Adlige der Repräsentation, sondern wie ein Wesen, das aus den Schatten ihrer eigenen Macht geboren wurde. Die Mittvierzigerin trägt stets Schwarz — nicht aus Mode oder Eitelkeit, sondern wie ein stilles Banner ihres Glaubens und ihrer Natur. Wildlederne Halbstiefel, eng geschnittene Hosen, ein schlicht-edles schwarzes Junkerwams aus Seide und die schwere silberne Amtskette um den Hals: So wandelt sie durch die Gassen ihrer Stadt und durch die Hallen ihrer Türme wie eine wandelnde Nacht, die gelernt hat, höflich und aufmerksam zu sein.

Ihre Haut bleibt selbst im Hochsommer vornehm blass, als meide sie die Sonne bewusst. Unter den feinen Schlupflidern glänzen kalte, klare Augen in dem kühlen Blau alter Gletscher. In Verbindung mit ihrer leicht gebogenen Nase gibt ihr das etwas Raubvogelhaftes — eine Gestalt, die aus jedem Blickwinkel prüfend, abwägend, überlegend wirkt. Ihre blonden Haare trägt sie kurz und zweckmäßig; die mürrischen Linien um ihren Mund verraten, dass Geduld bei ihr ein erlerntes Werkzeug ist, kein angeborenes.

Die Graue Eminenz der Baronie

Alrike von Henjasburg wurde in den Dienst der Macht geboren und darin geschult wie kaum jemand ihrer Generation. Als Tochter der berühmten Baronin Selinde I. von Schweinsfold war sie früh Zofe und Vertraute hoher Damen, später Diplomatin in den Stürmen der Weidener Politik. Sie lernte, Worte wie Waffen zu führen, und Intrigen zu lesen wie andere Leute ein Buch. Noch heute ist sie diejenige, die die Baronin Selinde II. berät, schützt, führt — eine Macht hinter der Macht, die selten laut spricht, aber stets gehört wird.

Dass sie eine Rabenhexe ist, wissen nur wenige. Ihre beiden Götter — Tsatuara, die Hexenmutter, und Boron, der stille Rabe — haben in ihrem Herzen ein Gleichgewicht gefunden, das für Außenstehende unheimlich wirken mag. Beide verleihen ihr etwas Doppeltes: einerseits kühle Besonnenheit und tiefe Ernsthaftigkeit, andererseits jene unfassbare Kraft des Intuitiven, der Träume, der Schleier. Ihr Vertrauter, der gewaltige Kolkrabe Mafaldo, schwebt oft in ihrer Nähe oder sitzt auf Brunnenrändern, Dächern und Zinnen, als beobachte er für seine Herrin jene Dinge, die Augen allein nicht fassen können.

Viele im Land nennen sie hinter vorgehaltener Hand die Schattenfeder von Schweinsfold.

Und sie haben nicht Unrecht.

Der Zwiespalt einer Mutter

Obwohl sie in Staatskunst, Mystik und Verantwortung brilliert, führt Alrike eine weniger glorreiche Schlacht im Inneren ihrer eigenen Familie. Mit ihrer ältesten Tochter Boromada ist sie verstritten — ein altes, schmerzhaftes Thema. Alrike wollte die Tochter mit einem fremden Ritter verheiraten, um einen Skandal zu tilgen und einen Vorteil für das Haus zu sichern. Boromada hingegen folgte dem Herzen, heiratete heimlich den Vater ihres Kindes und zwang ihre Mutter, die Entscheidung zähneknirschend zu akzeptieren.

Das Verhältnis ist frostig, aber nicht verloren. Alrike arbeitet daran, wieder Nähe zu ihrer Tochter zu gewinnen — und tut es auf ihre typische, unbeholfen würdige Weise: wortkarg, aufmerksam, auf eine kühle Art liebevoll.

Die Türme der Macht

Als Junkerin bewohnt Alrike eines der alten bosparanischen Zolltürme Herzogenfurts, düster und geschwärzt vom Atem der Jahrhunderte. Zwischen vergessenen Steintreppen, alten Gewölben und tiefen Kammern führt sie die Geschäfte der Junkerei — zusammen mit ihrem Gemahl, dem Borongeweihten Karolan von Henjasburg, der ihr Ruhe und spirituelle Klarheit verleiht, wo ihre eigenen Schatten manchmal zu tief werden.

Manch einer behauptet, die Raben über dem Turm seien zahlreicher, seit Alrike dort residiert. Andere sagen, in der Nacht höre man Flügelschläge, obwohl keine Vögel zu sehen seien.

Alle jedoch wissen: Die Junkerin hält die Junkerei Herzogenfurt mit ruhiger Hand — und mit scharfem Blick.

Wenn Alrike von Henjasburg spricht, geschieht es selten schnell. Sie wägt jedes Wort, jede Geste, jeden Atemzug. Ihre Autorität erwächst nicht aus Lautstärke, sondern aus Präzision, Strenge und einer Art unerschütterlichen inneren Gleichgewichts.

Sie ist eine Frau, die gelernt hat, zwischen den Welten zu gehen — zwischen Macht und Schatten, zwischen Adel und Hexenzirkel, zwischen der kalten Stille Borons und dem wilden Flügelschlag Tsatuaras.

Und die Junkerei Herzogenfurt, mit ihren alten Türmen und dunklen Wäldern, hat wohl kaum eine passendere Herrin je gesehen.

Geschichte

  • Rondra 1003 BF: Geburt als Tochter von Baronin Selinde von Herzogenfurt-Schweinsfold und Edorian von Uden.
  • 1010 BF: Alrike wird die Zofe von Madalberta von Dachswies.
  • 1010 BF: Ihr Vater Edorian wird von Answinisten ermordet.
  • 1022 BF: Mit der Entdeckung der Rüstung des Hl. Hlûthar erwacht Selinde, ihre Mutter die Baronin, nach langer Krankheit und räumt in ihrer Baronie auf. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Tochter Alrike und dem Ritter Joram von Sturmfels. Viele Hofbeamte landen im Kerker.
  • Travia 1023 BF: Alrike ehelicht den Borongeweihten Karolan von Henjasburg
  • Praios 1024 BF: Wird von ihrer Mutter zur ´Junkerin von Herzogenfurt´ erhoben.
  • Boron 1024 BF: Ihre Tochter Boromada wird geboren.
  • Hesinde - Phex 1024 BF: Reist als Vermittlerin, zusammen mit Hakon d. J. von Riedenburg, im Auftage des Herzogs nach Trallop, Weiden und Rommilys, Darpatien. Zusammen mit der Landeshauptfrau und Baron Traviadan von Schwertleihe, sowie Eberwulf von Weißenstein und Fenn Weitenberg von Drôlenhorst, unter der Leitung von Fürstin Irmegunde von Rabenmund, kommen die ´Weidener Verträge´ zustande.
  • Praios 1025 BF: Alrike nimmt den Namen ihre Mannes an und begründet ein neues Haus: Haus Henjasburg.
  • Boron 1026 BF: Ihre Tochter Boromilia wird geboren.
  • Boron 1030 BF: Ihre Tochter Madalin wird geboren.
  • Praios1036 BF: Ihr Sohn Boronmin wird geboren.
  • Rondra 1038 BF: Nachdem die greise Landesvögtin von Schweinsfold, Odelinde Godemichels von Albenhuis, verstirbt, wird Alrike als neue Vögtin eingesetzt.
  • Travia 1043 BF: Ihre Tochter Boromada ehelicht Palinor von Wasserthal.
  • Tsa 1043 BF: Ihre Enkeltochter Ayla wird geboren.
  • 1045 BF: Alrike dankt als Vögtin von Schweinsfold ab. Sie dient der Baronin weiterhin als Beraterin.
  • Travia 1047 BF: Selinde reist mit ihrem Gemahl und ihrer Tante Alrike nach Elenvina, nachdem der Herzog sie zu Hofe gebeten hat.

Verwandtschaft:

Herausragende Ahnen:

Verbündete:

  • Mafaldo, Kolkrabe (Vertrautentier)
  • Madalberta von Dachswies, *954 BF, altehrwürdige Ratgeberin (Hexenlehrmeisterin)
  • Servusian vom Lilienhain, *1026 BF, Leibdiener
  • Joram von Sturmfels, *1000 BF, Stadtvogt von Herzogenfurt (alter Freund)

Feinde:

Vorgänger Junkerin von Herzogenfurt Nachfolger
Madagund von Gräberfeld 1024 - ? amtierend
Vorgänger Landesvögtin Nachfolger
Odelinde Godemichels von Albenhuis 1038 BF - 1045 BF Markward von Dachswies
Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger

Volkes Stimme:

Zitate:

Stärken: Prophezeiung, Empathie, Verbindungen (Adel)

Schwächen: Rachsucht, Verpflichtung (Gegenüber dem Land Schweinsfold),

Herausragende Eigenschaften: IN

Herausragende Talente: Staatskunst, Selbstbeherrschung, Überzeugen

Meisterinformationen

Offizielle Quellen


Briefspiel:

Greifenspiegel:
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