Juno von Altenberg

Juno Gorwin von Altenberg

Haus Altenberg

Haus Altenberg
Wappen: Auf weißem Grund ein blauer Dreiberg.

Juno von Altenberg (c)DanSch

Juno von Altenberg (c)DanSch
 
Titel: Gefährte von Wind und Wogen
Anrede: Euer Gnaden
Lehen: keines
Dient: Efferd-Kirche
 
Person
Profession: Efferd-Geweihter (Flusswächter)
Hauptgott: Efferd
Tsatag: 1.Rondra 971 BF
Boronstag: lebt
Alter (im Jahr 1048): 77
Kurzcharakteristik:
Familie
Haus: Haus Altenberg
Eltern: Elva Praiona von Altenberg, Rupoldo von Grötzingen
Verheiratet: verheiratet mit Maura von Altenberg
Kinder: Praiona von Altenberg, Elvan von Altenberg, Elvrun von Tannenfels
Wohnort: Elenvina, Großer Fluss
Geburtsort: Herzogenfurt
Kurzbeschreibung des Gutes: keines
Aussehen
Größe: 184 Halbfinger
Haar: Grau, vormals Dunkelbraun
Augen: Grün
Besonderheiten:
Politisch
Einfluss: Mäßig
Finanzkraft: Gering
Orden/Gruppen: Geweihtenschaft des Efferd
Status
Betreuer: DanSch
Stand: 1043

Beschreibung

Wenn der Morgennebel schwer über dem Großen Fluss liegt und das Wasser träge gegen die Ufer schlägt, dann gleitet manchmal ein Hausboot durch das Dämmerlicht, so ruhig, als wäre es selbst Teil der Strömung. Auf seinem Deck steht ein alter Mann von breiter Gestalt, hoch gewachsen und fest auf den Beinen, als habe Efferd selbst ihn dort hingestellt. Juno Gorwin von Altenberg, Efferdgeweihter aus Elenvina, ist längst eins geworden mit dem Fluss, den er seit Jahrzehnten auf und ab fährt. Sein silbergraues Haar weht im Wind, der gepflegte Vollbart ist vom Sprühwasser des Stroms dunkler gefärbt, und aus seinen grünen Augen blickt eine Strenge, die viele für Mürrischkeit halten, die jedoch eher aus tiefer Aufmerksamkeit geboren ist. Er trägt ein blaugrünes Schuppengewand mit weiten Ärmeln, und an seiner Seite ruht stets sein Efferdbart, den er „Torgal“ nennt, als wäre er ein alter Freund – oder ein letzter Anker in einer Welt aus Bewegung.

Geschichte

Schon früh war Junos Leben von Distanz geprägt. Seine Mutter Elva trat erst spät in sein Dasein, und sein Vater schenkte seine Aufmerksamkeit vor allem dem jüngeren Bruder Winrich. So war es die Urgroßmutter Jaunava, eine strenge Praiosgeweihte, die den Jungen aufzog und früh erkannte, dass in ihm ein unruhiges Feuer brannte. Sie sah das Temperament seiner Mutter und seines Großvaters in ihm wiederkehren und fürchtete, es könnte ihn eines Tages ins Verderben führen. Gemeinsam mit ihrem Gemahl entschied sie, dem Zorn und der Wildheit des Knaben einen göttergefälligen Pfad zu weisen, und so wurde Juno nach Albenhus in das Noviziat der Efferdkirche geschickt. Es erwies sich als eine weise Entscheidung. Zwischen Wasserbecken, Opfersteinen und dem stetigen Rauschen des Flusses fand er Halt – nicht in Mauern, sondern in der Bewegung selbst.

Schon als junger Geweihter zog es ihn hinaus zu den Fischern, Fährleuten und Flussfahrern. Große Städte mied er, ihre Enge und ihr Lärm schnürten ihm den Atem ab. Dennoch folgte ihn der Spott dorthin, wo Menschen dicht gedrängt lebten. Immer wieder hörte er, er sehe dem verstorbenen Herzog Jast Gorsam ähnlich, und nicht selten nannte man ihn höhnisch den „Flussherzog“. Was andere mit einem Lachen abtaten, traf Juno tief und weckte einen Zorn, der noch heute in ihm lodert, wenn man ihn daran erinnert.

Im Jahr 1011 BF verschwand Juno für mehrere Monde. Niemand wusste, wohin der Efferdgeweihte gegangen war, bis er eines Tages bewusstlos an einem Ufer gefunden wurde. Eine Reisegruppe nahm ihn auf, und unter ihnen war die junge Doctora Maura von Dohlenberg, die ihn mit Geduld und Wissen zurück ins Leben holte. Über das, was in jener Zeit geschah, spricht Juno nur selten. Seine Erinnerungen sind bruchstückhaft, wie Spiegelungen auf bewegtem Wasser. Doch er ist fest davon überzeugt, im Reich des Flussvaters gewesen zu sein – und seit jenem Tag glaubt er, dass dieser mehr ist als ein bloßer Mythos. Für ihn ist der Flussvater eine Inkarnation Efferds oder zumindest ein Alverianer von großer Macht. Seither sammelt Juno jede Geschichte, jedes Gerücht und jede Sage über ihn, immer auf der Suche nach einem erneuten Zugang zu jenem Reich.

Maura wurde seine Ehefrau, und für einige Jahre führte Juno ein vergleichsweise sesshaftes Leben. Die Familie Altenberg hoffte, er würde sich nun stärker den Belangen seines Hauses zuwenden. Doch nach der Geburt des letzten Kindes kehrte die Sehnsucht zurück. Der Fluss rief, lauter als jede Pflicht, und Juno folgte ihm. Heute lebt er wieder überwiegend auf seinem Hausboot, nimmt gelegentlich Novizen bei sich auf und lehrt sie die Wege Efferds abseits der Tempel. Nur in den Wintermonaten kehrt er für kurze Zeit nach Elenvina zurück, zu Maura, zu seinem Bruder Winrich – und zu seinen Kindern, die er liebt, ohne es je recht zeigen zu können.

Praiona, die Praiosgeweihte, Elvan, der Baronsgemahl von Schweinsfold, und Elvrun, Traviageweihte in Ambelmund, sind ihm näher, als seine knappen Worte vermuten lassen. Doch seine wahre Familie findet Juno auf dem Wasser: unter den Fischern, den Flößern, den stillen Wesen des Stroms und in der endlosen Bewegung des Großen Flusses selbst. Dort, wo andere nur Wasser sehen, erkennt er Zeichen, Stimmen und Erinnerungen. Dort wird der hitzköpfige Alte still, und sein Zorn löst sich auf wie Nebel im Morgenlicht.

So zieht Juno Gorwin von Altenberg weiter, getrieben von Glaube, Sehnsucht und der unerschütterlichen Gewissheit, dass der Fluss mehr weiß als alle Menschen zusammen. Und wer ihm begegnet, spürt unweigerlich, dass in diesem alten Mann etwas Strömendes, Unaufhaltsames lebt – ein Stück Efferd, gebunden an Fleisch und Knochen, unterwegs zwischen Ufer und Mythos.

Verwandtschaft:

Herausragende Ahnen:

  • Jaunava von Altenberg, 903 BF - 1005 BF, Praios-Geweihte und Gründerin der Altenberger Rechtsschule in Gratenfels (Ur-Großmutter)
  • Rondradan von Sturmfels, 895 BF - 949 BF, Baron von Dohlenfeld (Ur-Großvater)

Verbündete:

Feinde:

Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger
Vorgänger Nachfolger

Volkes Stimme: Flüsternd: ´Schau mal, der alte Herzog ist wieder auf dem Fluss!´/´Das ist kein Albenhuser Geweihter, der da versteht den Flussvater!´

Zitate: ´Und wo sagtet ihr, habt ihr den Flussvater gesehen?´/´Wie hast du mich genannt? Sag das noch einmal und ich zeig dir, wie tief der Große Fluss wirklich ist!!´

Stärken: Guten Richtungssinn

Schwächen: Unstet, Jähzorn

Herausragende Eigenschaften: IN 16

Herausragende Talente: Boote fahren, Schwimmen, Menschenkenntnis

Meisterinformationen

  • Juno ist ein Bastardsohn von Herzog Hartuwal Gorwin vom Großen Fluß.

Offizielle Quellen

Briefspiele: