Ademar Daradoran von Leihenhof
Ademar von Leihenhof
| Ademar Daradoran von Leihenhof | |
| Wappen der Familie Leihenhof von Galebquell | |
| Wappen: | |
| Ademar während des Reichskongresses 1038 BG auf der Pfalz Pervalia | |
| Titel: | Luminifer der Praios-Kirche |
| Anrede: | Euer Ehrwürden |
| Lehen: | kein eigenes |
| Dient: | |
| Person | |
| Profession: | Praiosgeweihter |
| Hauptgott: | Praios, Darador |
| Tsatag: | 01. Praios 1012 BF |
| Boronstag: | lebt |
| Alter (im Jahr 1048): | 36 |
| Kurzcharakteristik: | erfahrener Praiosgeweihter und Mystiker |
| Familie | |
| Haus: | Haus Leihenhof |
| Eltern: | Aleydhis von Leihenhof und Luidala von Tannwirk |
| Verheiratet: | verheiratet mit Praiona von Altenberg |
| Kinder: |
|
| Wohnort: | Stadt Elenvina |
| Geburtsort: | Herrschaftlich Galebburg |
| Kurzbeschreibung des Gutes: | |
| Aussehen | |
| Größe: | 1,82 Schritt |
| Haar: | mittelblond |
| Augen: | dunkelgrün |
| Besonderheiten: | |
| Politisch | |
| Einfluss: | hinlänglich |
| Finanzkraft: | ansehnlich |
| Orden/Gruppen: | Praios-Kirche |
| Status | |
| Betreuer: | GalebQuell |
| Stand: | 1044 BF |
Beschreibung
Erscheinungsbild
Ein junger hochgewachsener Mann mit klaren Gesichtszügen und mittelblonden Haaren in der prunkvollen Tracht der Praios-Kirche.
Charakterzüge
Ademar ist ein Priester des erhabenen Götterfürsten Praios, doch anders als viele seiner Glaubensbrüder ist er kein unerbittlicher Richter oder gnadenloser Verfechter von Ordnung um der Ordnung willen. Vielmehr sucht er nach dem Licht in den Herzen der Menschen, nach Wahrheit, die nicht nur enthüllt, sondern auch versteht. Seine Hingabe gilt nicht nur dem strahlenden Gott selbst, sondern auch dem Hohen Drachen Darador, dem Hundertfarbigen, dem ältesten der mächtigen Drachen, der als Diener Praios’ das reine Licht über die Welt bringt und die finsteren Künste der Magie mit seiner bloßen Existenz herausfordert. Ademar verehrt Darador nicht nur als göttliches Wesen, sondern auch als Ideal – als Wesen, das Wahrheit durch Sein verkörpert und niemals von Zweifel oder Täuschung berührt wird.
Doch anders als der erhabene Drache ist Ademar ein Mensch – und ein Mensch mit all den Unvollkommenheiten, die mit diesem Dasein einhergehen. Zwar besitzt er eine seltene Gabe, die es ihm ermöglicht, die Gedankenbilder und Emotionen anderer zu erfassen, doch anstatt ihm das Leben zu erleichtern, hat sie ihn oft genug überfordert. Es ist schwer, Menschen als träge Masse zu betrachten, wenn man ihre Nöte, Ängste und Hoffnungen spürt, ohne dass sie ein Wort sagen müssen.
Sein Pflichtbewusstsein ist unerschütterlich, aber es macht ihn auch starrsinnig. Er fühlt sich verantwortlich für jene, die ihm ihr Vertrauen schenken, und kann sich selbst kaum verzeihen, wenn er glaubt, versagt zu haben. Manchmal hadert er mit dem unbeirrbaren Licht Praios’, das keine Schatten duldet – denn er weiß, dass das Leben voller Grautöne ist. Auch neigt er dazu, sich zu verlieren – nicht nur in Gebeten, sondern auch in Grübeleien, in seinem Versuch, das Wesen von Recht und Gerechtigkeit zu erfassen. Er kann sich lange in Gedankenwelten verfangen und dabei das Hier und Jetzt übersehen, was ihm das Leben in der Gesellschaft schwer macht.
Besonders einer Frage kann er nicht entkommen: die Stellung der Magie in der Ordnung Praios’. Die Lehren der Kirche sind eindeutig – Magie ist gefährlich, ein Werkzeug, das allzu leicht zur Lüge und zur Manipulation missbraucht werden kann. Und doch ist diese Wahrheit nicht so einfach. Seine geliebte Tante Ivetta sowie seine Schwester Madalin und seine Cousine Calderine sind Magierinnen – und sie sind weder finstere Zauberinnen noch Verführerinnen dunkler Mächte, sondern aufrichtige Dienerinnen der Götter. Ademar hat gesehen, wie ihre Magie Gutes bewirken kann, wie sie heilt, schützt und Erkenntnis bringt.
Seine Haltung zur Magie ist ein innerer Widerspruch, den er nicht aufzulösen vermag. Die Prinzipisten innerhalb der Kirche Praios’ sehen das Erbe der Magie im Bosparanischen Reich weitaus wohlwollender und streben eine größere Toleranz an – Ademar teilt nicht alle ihre Ansichten, doch er kann ihre Argumente nicht einfach beiseiteschieben. Er meidet magische Rituale und hält Abstand zu Hexen und Zauberern, deren Motive ihm undurchsichtig erscheinen, doch zugleich spürt er, dass Praios’ Licht nicht durch Furcht vor dem Unbekannten verdunkelt werden sollte. Vielleicht ist es nicht Magie selbst, die verderbt ist, sondern der Wille dessen, der sie wirkt?
Zudem besitzt Ademar eine gewisse Weltfremdheit, die ihn für höfische Intrigen und gesellschaftliche Spielchen denkbar ungeeignet macht. Während andere in vornehmen Kreisen mit Charme und taktischem Geschick agieren, ist er oft unbeholfen – nicht aus Dummheit, sondern weil er keine Geduld für das Verstellen und die höfische Diplomatie hat. Er kann sich nicht gut verstellen, denn seine Wahrheiten kommen aus dem Herzen – manchmal zu direkt, manchmal zu entrückt. Es ist schon vorgekommen, dass er in einer wichtigen Audienz plötzlich innehielt, den Kopf schräg legte und den Gastgeber mit einer völlig unerwarteten, aber zutreffenden Feststellung über dessen innere Zweifel konfrontierte – was selten für Begeisterung sorgt.
Und doch ist es gerade diese Mischung aus Entrücktheit und Menschlichkeit, aus tiefem Glauben und innerem Ringen, die ihn ausmacht. Er verehrt Darador nicht nur als Symbol der Reinheit, sondern auch als Sinnbild für eine Welt, in der es keine Lüge gibt – eine Welt, die er tief in seinem Inneren ersehnt, auch wenn er weiß, dass er sie niemals ganz erreichen wird. Er bleibt ein Suchender, ein Mann zwischen Licht und Schatten, der in allem die göttliche Ordnung zu erkennen versucht – auch wenn sie sich ihm nicht immer offenbart.
Geschichte
Wenig ist über den jungen Mann bekannt, der doch schon seit seiner Weihe im Jahr 1030 BF in der Wehrhalle zu Elenvina des Praios zu Elenvina dient. Er gilt als Mystiker, gehörte auch zu denjenigen, die die Verkündung durch hundert Zungen empfing.
Erst im Jahr 1037 BF, in jenem Jahr, da er die Weihe zum Luminifer, zum Erzpriester, empfangen hatte, trat er in die Öffentlichkeit: Er war der geweihte Altar- und Ritualhelfer, welcher Arrius von Wulffen bei der Krönung von Herzog Hagrobald unterstützte. Und Herzog Hagrobald Guntwin vom Großen Fluss die Krone über das Haupte hielt.
Verwandtschaft:
- Praiona von Altenberg (Praiosgeweihte in Elenvina, Ehefrau)
- Heliodora Stelladona von Altenberg, *1043 BF, das `Sternkind´, (Tochter)
- Luidala Irenya von Leihenhof,*1045 BF (Tochter)
- Hartuwal Quanion von Altenberg, *1047 BF (Sohn)
- Roklan von Leihenhof (Baron von Galebquell, Vetter)
- Ivetta von Leihenhof (Hüterin der Saat des Hauses der Segensreichen Mutter, Tante)
- Gwenna von Leihenhof (Schwester, Edle von Falkenhain)
- Madalin von Leihenhof (Schwester, Heilmagierin im Therbûniten)
- Lucrann Aurelio von Leihenhof (Cousin, Junker von Liannon, Vertrauter)
Weitere siehe Stammbaum des Hauses Leihenhof
Herausragende Ahnen:
Verbündete:
Feinde:
Volkes Stimme: Ein Praiosgeweihter der Familie Leihenhof? Ihr müsst euch irren!
Zitate:
Stärken:
Schwächen:
Herausragende Eigenschaften: KL 15, IN 15, Empathie 8, Gutes Gedächtnis, Prophezeien 4, Medium, Weltfremd (Gesellschaft)
Herausragende Talente: Selbstbeherrschung 10, Sinnesschärfe 9, Menschenkenntnis 11, Überzeugen 10, Geschichtswissen 11 (Praios-Kirche), Götter und Kulte 11 (Praios), Rechtskunde 11, Sagen und Legenden 9, Staatskunst 9, Heilkunde Seele 13,
liturgische Fähigkeiten: allgemeine und spezielle Liturgien der Praios-Kirche bis Grad III, speziell: Des Herren goldener Mittag, Innere Ruhe, Prophezeiung, Daradors prüfender Blick, Licht des Herrn, Seelenprüfung, Urischars ordnender Blick, Visionssuche
Meisterinformationen
Ademars übersinnliche Wahrnehmung
Offizielle Quellen
Briefspielgeschichten:
Aventurischer Bote:
- AB 172, S. A2, 'Die Kaiserin ordnet das Reich'
- AB 229, 'Orgien in den Weinbergen'
- AB 234, 'Ein Quell des Aufruhrs'
Greifenspiegel:
