Dorf Kaltenstein: Unterschied zwischen den Versionen

 
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|Beschreibung=Obwohl Kaltenstein der größte Ort des [[Gut Kaltenklamm|Edlenguts Kaltenklamm]] ist, hat er nur wenige Einwohner und wird daher nicht als Dorf, sondern als Wehrhof bezeichnet. Er liegt direkt am Zufluss der Arge in die Kalte, in einem weiten Tal zwischen zwei überwiegend mit Nadelhölzern bestandenen Ausläufern des Vorderkosch, durch das sich die Kalte windet.<br/><br/>
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|Beschreibung=Obwohl Kaltenstein die größte Siedlung des [[Gut Kaltenklamm|Edlenguts Kaltenklamm]] ist, leben hier keine drei Dutzend Seelen. Der Ort liegt direkt am Zufluss der Arge in die Kalte, in einem weiten Tal zwischen zwei überwiegend mit Nadelhölzern bestandenen Ausläufern des Vorderkosch, durch das sich die Kalte windet.<br/><br/>
 
Seitdem die Familie [[Haus Argenklamm|von Argenklamm]] ihren Stammsitz [[Burg Argenklamm]] im Vorderkosch vor knapp 100 Götterläufen aufgegeben hat, dient ihnen der Wehrhof als Zuhause und gleichzeitig als Verwaltungssitz des Lehens. Außer der Familie [[Haus Argenklamm|von Argenklamm]] leben auf dem Wehrhof noch vier weitere Familien, überwiegend Bauern und Handwerker.<br/>
 
Seitdem die Familie [[Haus Argenklamm|von Argenklamm]] ihren Stammsitz [[Burg Argenklamm]] im Vorderkosch vor knapp 100 Götterläufen aufgegeben hat, dient ihnen der Wehrhof als Zuhause und gleichzeitig als Verwaltungssitz des Lehens. Außer der Familie [[Haus Argenklamm|von Argenklamm]] leben auf dem Wehrhof noch vier weitere Familien, überwiegend Bauern und Handwerker.<br/>
Die wenigen Häuser sowie die Stallungen sind weitläufig von einer einfachen Holzpalisade umstanden, die man durch zwei hölzerne Tore betreten kann. Neben jedem der beiden Tore steht zudem ein einfacher Holzturm, der jedoch so gut wie nie besetzt ist.
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Die wenigen Häuser sowie die Stallungen sind weitläufig von einer einfachen Holzpalisade umstanden, die man durch zwei hölzerne Tore betreten kann. Neben jedem der beiden Tore steht zudem ein einfacher Holzturm, der jedoch so gut wie nie besetzt ist.<br/>
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Neben drei einstöckigen Holzhäusern, wenigen großen und kleinen Holzscheunen und dem ein oder anderen Schuppen, wird der Ort von zwei Gebäuden dominiert:<br/>
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Ein breites, zweistöckiges Haus mit gemauertem Erdgeschoss und verputztem Obergeschoss sowie einem mit Schieferschindeln gedeckten Dach. Zum Eingang, einer dicken, metallbeschlagenen Eichentür, führen drei breite Stufen, die wiederum von einem Vordach überspannt werden. Hier lebt die Familie von Argenklamm gemeinsam mit einer Magd und einem Knecht.<br/>
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Gut zwanzig Schritt entfernt davon, ungefähr in der Mitte des kleinen Weilers, steht ein wuchtiges, zweistöckiges Blockhaus mit weit herab gezogenem Dachüberstand auf einem gemauerten Fundament. Hier wohnen die meisten der Unfreien in Kaltenstein.
 
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Nur wenige Schritt außerhalb des Nordtores befindet sich die einzige Brücke über die Kalte im gesamten Edlengut. Um den Wehrhof herum gibt es einige Felder, auf denen überwiegend Hirse, Raps und Emmer angebaut wird. Entlang der Kalte findet man zudem einige saftige Wiesen, die ebenso wie die etwas höher gelegenen Almen als Weidegründe für Kühe, Schafe und Ziegen dienen.<br/><br/>
 
Nur wenige Schritt außerhalb des Nordtores befindet sich die einzige Brücke über die Kalte im gesamten Edlengut. Um den Wehrhof herum gibt es einige Felder, auf denen überwiegend Hirse, Raps und Emmer angebaut wird. Entlang der Kalte findet man zudem einige saftige Wiesen, die ebenso wie die etwas höher gelegenen Almen als Weidegründe für Kühe, Schafe und Ziegen dienen.<br/><br/>
Ungefähr eine Meile südlich von Kaltenstein findet sich die Fronmühle und direkt anbei das Lechminsfeld, eine Festwiese auf dem das jährliche Volksfest zu Ehren der Heiligen Lechmin stattfindet. Die Kalte wurde ab Höhe der Fronmühle weitestgehend begradigt, sodass sie zur Holztrift verwendet werden kann.
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Ungefähr eine Meile südlich von Kaltenstein findet sich die Fronmühle, eine stattliche Wassermühle, in welcher das Getreide des ganzen Guts sowie einiger angrenzender Höfe gemahlen wird, und direkt anbei das Lechminsfeld, eine Festwiese auf dem das jährliche Volksfest zu Ehren der Heiligen Lechmin stattfindet. Die Kalte wurde ab Höhe der Fronmühle weitestgehend begradigt, sodass sie zur Holztrift verwendet werden kann.<br/>
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Etwa zwei Meilen nordöstlich des Wehrhofs, ebenfalls an der Kalte gelegen, findet sich der Wutzenhof, eine - für Schnakenseer Verhältnisse - größere Schweinezucht, die primär Eichelmast in den nahen Wäldern und Bachauen betreibt.
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<div class="center"><i>Die Fronmühle nahe Kaltenstein</i></div>
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Etwa zwei Meilen nordöstlich des Wehrhofs, ebenfalls an der Kalte gelegen, findet sich der [[Dorf Wutzenhof|Wutzenhof]], eine - für Schnakenseer Verhältnisse - größere Schweinezucht, die primär Eichel- und Bucheckernmast in den nahen Wäldern und Bachauen betreibt.
 
|Name=Wehrhof Kaltenstein
 
|Name=Wehrhof Kaltenstein
|Lage=[[Gut Kaltenklamm]]
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|Lage=[[Gut Kaltenklamm]], [[Baronie Schnakensee]], [[Grafschaft Gratenfels]]
|Einwohnerzahl=28
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|Einwohnerzahl=33
 
|Dorfherr=[[Ulfried von Argenklamm]]
 
|Dorfherr=[[Ulfried von Argenklamm]]
 
|Buergermeister=
 
|Buergermeister=
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|Haendler_Handwerker_Marktrecht=
 
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|Geschichte=
 
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* [[Bewohner Kaltenstein]]
 
|Offizielle_Quellen=
 
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* [[Aufbruch nach Neukrashof]] (Prolog zum Neuspielerplot 2022)
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* [[Aufbruch nach Neukrashof]] (Prolog zum Neuspielerplot 2022)</br>
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"Am Nachmittag, Drego hatte gerade eine Wassermühle passiert, die still am Ufer eines Baches stand, sah er zu seiner Rechten eine weitläufige, nahezu flache Wiese, während sich in einigen hundert Schritt eine hölzerne Palisade am Horizont abzeichnete.</br>
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Der Weg dorthin war von kleinen, abgeernteten Feldern gesäumt, auf denen sich jedoch kein Mensch tummelte. Auf der anderen Seite des Baches jedoch grasten gut ein Dutzend Rinder und nachdem der Regen aufgehört hatte zu prasseln, war ihr Muhen das einzige Geräusch neben dem träge dahin plätschernden Bach.</br>
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Als er der Palisade näher kam, konnte er erkennen, dass das Tor offen stand. Ein hölzerner Turm, welcher das Tor flankierte, schien unbesetzt.</br>
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Er passierte das Tor und befand sich nun in Kaltenstein, das aus einer Handvoll Häuser bestand, die sich innerhalb der weit gefassten Palisade tummelten. Dazu kamen noch einige Scheunen. Direkt gegenüber des Tores, durch das er kam, war eine weitere Öffnung in der Palisade und er konnte erkennen, dass direkt dahinter eine hölzerne Brücke über den Bach führte, der sich um die Palisade zu winden schien.</br>
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Noch hinter der Brücke erkannte er eine Person, die mit einer kleinen Schafherde den Karrenweg gen Firun zog.</br>
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Neben drei einstöckigen Holzhäusern, wenigen großen und kleinen Holzscheunen und dem ein oder anderen Schuppen, fielen ihm zwei Gebäude ins Auge:</br>
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Ein breites, zweistöckiges Haus mit gemauertem Erdgeschoss und verputztem Obergeschoss sowie einem mit Schieferschindeln gedeckten Dach. Zum Eingang, einer dicken, metallbeschlagenen Eichentür, führten drei breite Stufen, die wiederum von einem Vordach überspannt wurden.</br>
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Gut zwanzig Schritt entfernt davon, ungefähr in der Mitte des kleinen Weilers, stand ein wuchtiges, zweistöckiges Blockhaus, dessen Fundament gemauert wurde. Unter dem weit herab gezogenen Dachüberstand hing bunte Wäsche an Seilen.</br>
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Zu sehen war niemand. Außer dem Plätschern des nahen Baches, welches nahezu von dem Quieken einiger Schweine, die wohl in einem der Ställe im hinteren Bereich der Siedlung untergebracht waren, übertönt wurde, konnte man aus dem verputzten Haus aber auch die fordernden Rufe einer Frau hören.</br>
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(aus: [[Der Schollenflüchtige]] - 1045 BF)
 
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[[Kategorie:Dorf]]
 
[[Kategorie:Dorf]]

Aktuelle Version vom 4. Juli 2024, 09:31 Uhr

Beschreibung

Obwohl Kaltenstein die größte Siedlung des Edlenguts Kaltenklamm ist, leben hier keine drei Dutzend Seelen. Der Ort liegt direkt am Zufluss der Arge in die Kalte, in einem weiten Tal zwischen zwei überwiegend mit Nadelhölzern bestandenen Ausläufern des Vorderkosch, durch das sich die Kalte windet.

Seitdem die Familie von Argenklamm ihren Stammsitz Burg Argenklamm im Vorderkosch vor knapp 100 Götterläufen aufgegeben hat, dient ihnen der Wehrhof als Zuhause und gleichzeitig als Verwaltungssitz des Lehens. Außer der Familie von Argenklamm leben auf dem Wehrhof noch vier weitere Familien, überwiegend Bauern und Handwerker.
Die wenigen Häuser sowie die Stallungen sind weitläufig von einer einfachen Holzpalisade umstanden, die man durch zwei hölzerne Tore betreten kann. Neben jedem der beiden Tore steht zudem ein einfacher Holzturm, der jedoch so gut wie nie besetzt ist.
Neben drei einstöckigen Holzhäusern, wenigen großen und kleinen Holzscheunen und dem ein oder anderen Schuppen, wird der Ort von zwei Gebäuden dominiert:
Ein breites, zweistöckiges Haus mit gemauertem Erdgeschoss und verputztem Obergeschoss sowie einem mit Schieferschindeln gedeckten Dach. Zum Eingang, einer dicken, metallbeschlagenen Eichentür, führen drei breite Stufen, die wiederum von einem Vordach überspannt werden. Hier lebt die Familie von Argenklamm gemeinsam mit einer Magd und einem Knecht.
Gut zwanzig Schritt entfernt davon, ungefähr in der Mitte des kleinen Weilers, steht ein wuchtiges, zweistöckiges Blockhaus mit weit herab gezogenem Dachüberstand auf einem gemauerten Fundament. Hier wohnen die meisten der Unfreien in Kaltenstein.

Nur wenige Schritt außerhalb des Nordtores befindet sich die einzige Brücke über die Kalte im gesamten Edlengut. Um den Wehrhof herum gibt es einige Felder, auf denen überwiegend Hirse, Raps und Emmer angebaut wird. Entlang der Kalte findet man zudem einige saftige Wiesen, die ebenso wie die etwas höher gelegenen Almen als Weidegründe für Kühe, Schafe und Ziegen dienen.

Ungefähr eine Meile südlich von Kaltenstein findet sich die Fronmühle, eine stattliche Wassermühle, in welcher das Getreide des ganzen Guts sowie einiger angrenzender Höfe gemahlen wird, und direkt anbei das Lechminsfeld, eine Festwiese auf dem das jährliche Volksfest zu Ehren der Heiligen Lechmin stattfindet. Die Kalte wurde ab Höhe der Fronmühle weitestgehend begradigt, sodass sie zur Holztrift verwendet werden kann.

Fronmuehle Kaltenstein TB.png
Die Fronmühle nahe Kaltenstein


Etwa zwei Meilen nordöstlich des Wehrhofs, ebenfalls an der Kalte gelegen, findet sich der Wutzenhof, eine - für Schnakenseer Verhältnisse - größere Schweinezucht, die primär Eichel- und Bucheckernmast in den nahen Wäldern und Bachauen betreibt.

Zusammenfassung

Geschichte

Offizielle Quellen

Inoffizielle Quellen


"Am Nachmittag, Drego hatte gerade eine Wassermühle passiert, die still am Ufer eines Baches stand, sah er zu seiner Rechten eine weitläufige, nahezu flache Wiese, während sich in einigen hundert Schritt eine hölzerne Palisade am Horizont abzeichnete.
Der Weg dorthin war von kleinen, abgeernteten Feldern gesäumt, auf denen sich jedoch kein Mensch tummelte. Auf der anderen Seite des Baches jedoch grasten gut ein Dutzend Rinder und nachdem der Regen aufgehört hatte zu prasseln, war ihr Muhen das einzige Geräusch neben dem träge dahin plätschernden Bach.
Als er der Palisade näher kam, konnte er erkennen, dass das Tor offen stand. Ein hölzerner Turm, welcher das Tor flankierte, schien unbesetzt.
Er passierte das Tor und befand sich nun in Kaltenstein, das aus einer Handvoll Häuser bestand, die sich innerhalb der weit gefassten Palisade tummelten. Dazu kamen noch einige Scheunen. Direkt gegenüber des Tores, durch das er kam, war eine weitere Öffnung in der Palisade und er konnte erkennen, dass direkt dahinter eine hölzerne Brücke über den Bach führte, der sich um die Palisade zu winden schien.
Noch hinter der Brücke erkannte er eine Person, die mit einer kleinen Schafherde den Karrenweg gen Firun zog.
Neben drei einstöckigen Holzhäusern, wenigen großen und kleinen Holzscheunen und dem ein oder anderen Schuppen, fielen ihm zwei Gebäude ins Auge:
Ein breites, zweistöckiges Haus mit gemauertem Erdgeschoss und verputztem Obergeschoss sowie einem mit Schieferschindeln gedeckten Dach. Zum Eingang, einer dicken, metallbeschlagenen Eichentür, führten drei breite Stufen, die wiederum von einem Vordach überspannt wurden.
Gut zwanzig Schritt entfernt davon, ungefähr in der Mitte des kleinen Weilers, stand ein wuchtiges, zweistöckiges Blockhaus, dessen Fundament gemauert wurde. Unter dem weit herab gezogenen Dachüberstand hing bunte Wäsche an Seilen.
Zu sehen war niemand. Außer dem Plätschern des nahen Baches, welches nahezu von dem Quieken einiger Schweine, die wohl in einem der Ställe im hinteren Bereich der Siedlung untergebracht waren, übertönt wurde, konnte man aus dem verputzten Haus aber auch die fordernden Rufe einer Frau hören.
[...]"
(aus: Der Schollenflüchtige - 1045 BF)