Haus Pratz

Übersicht

Volkes Stimme: Der Schild von Arraned zeigt einen Bären, die Pratz haben eine Bärenpranke auf ihrem Wappen. Und der Onkel des jungen Herrn, ein Traviageweihter, soll sogar schon mal eigenhändig einen Trupp vorwitziger Orks vom Hof gejagt haben. Vielleicht sind die ja doch gar nicht so verkehrt.

Wappen/-beschreibung: eine silberne Bärenpranke auf blauem Grund, die Pratze, als Zeichen ihres Familiennamens

Pratz-fw.png

Wahlspruch: Für Rondras Ehr und Traviens Treue mit Praios Mut und Phexens Schläue

Hauptgottheit: Rondra, Travia

Herkunft: altes nordmärkisches Ministerialengeschlecht aus der Stadtmark Elenvina, erst 975 BF in den Junkerstand erhoben

Besonderheiten: Gemäß einer alten Familientradition absolviert das älteste Kind stets die herzogliche Kriegerakademie in Elenvina. Früher stand die Familie über Jahrhunderte treu im Dienst des Hauses vom Großen Fluss und verwaltete in deren Namen u.a. die Vogtei Widdernhall. Mit der Einsetzung eines neuen Barons durch Herzog Hartuwal Gorwin I. wurden die treuen Vasallen 975 BF dann in den Junkerstand erhoben.

Bedeutende Ahnen: Hengist Traviamund Pratz (935 - 993 BF) trat aus Protest über Kaiser Pervals Gebot, dass bei Turnieren nur noch mit scharfen Waffen gekämpft werden dürfe, bei der Elenviner Herzogenturney mit einem eigens angefertigten 'Narrenhelm' an, der noch heute ein wohlgehütetes Erbstück der Familie Pratz ist. Als Absolvent und Förderer der Elenviner Kriegerakademie rief er außerdem das Elenviner Jagdfest ins Leben.

Stammsitz: Zuletzt keiner, da auf der Flucht, ab 1049 BF das Junkergut Siebenmorgen in der Baronie Herzöglich Arraned

Verbreitung: früher Stadtmark Elenvina und Windhag, neuerdings im Gratenfelser Land und Herzöglich Arraned, wo die Hauptlinie der Familie das Junkergut Siebenmorgen bewohnt. Daher wird dieser Familienzweig auch die Pratz von Siebenmorgen genannt.

Oberhaupt: Rodram Pratz

Zusammenhalt:

Einfluss:

Bedeutende Angehörige:

Freunde & Verbündete: Haus Tannwirk, Haus Rudeneck, Haus Siebenmorgen, Sieggold Praiomund vom Berg

Auftreten: Nach Flucht und Verlust des früheren Lehens ist die Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch und tatsächlichen Möglichkeiten deutlich spürbar.

Briefspiel: SCs, Benutzer Windwanderer

Quelle(n): Spielhilfe Klingentänzer, S. 31: Historische Persönlichkeit Hengist Traviamund Pratz

Stammbaum der Familie


Historie

Aus alter Zeit

Als frühere Ministerialen des Hauses vom Großen Fluss steht die Familie in der Tradition so bekannter nordmärkischer Ministerialen-Familien wie der Familien von Schleiffenröchte, von Bilgraten, Harthals, Bösenbursch und Schellenberg, welche in Diensten und Posten im ganzen Elenviner Land zu finden sind.

Eine Kuriosität ist die Geschichte, warum die Familie Pratz, welche schon "seit bosparanischer Zeit" die persönliche Freiheit besaß und im Laufe der Geschichte als landlose Ritter im Dienste zahlreicher Adliger stand, mancherorts auch als die Familie von Widdernhall bezeichnet wird:

Auf Grund der Tatsache, dass die Familie über mehrere Generationen als herzogliche Vögte in der Baronie Widdernhall diente (um genau zu sein, bereits seit dem Jahr 752 BF), war die Familie Pratz fast ebenso lange auch bekannt als die Pratz von Widdernhall. Daher fiel es zunächst niemandem auf, als eines Tages dem Schreiber des nordmärkischen Wappenkönigs ein Abschreibefehler unterlief, der aus dem bürgerlichen "Pratz, Hengist Traviamund, Vogt von Widdernhall" einen "Pratz Hengist Traviamund, Vogt, von Widdernhall" machte. Es sprach ja ohnehin jeder von den "Pratz von Widdernhall". Erst als man anlässlich der Einsetzung des neuen Barons die langjährigen Vögte zum Dank in den Junkerstand erheben und ihnen ein eigenes Gut zum Lehen geben wollte, wurde der Irrtum bemerkt. Die peinliche Schmach konnte jedoch dadurch legitimiert werden, dass man den zuvor bereits irrtümlich geführten Beinamen nun auch offiziell verwenden durfte.

Es hat seit alter Zeit Tradition, dass in jeder Generation ein geeignetes Kind der Familie die Laufbahn an der herzoglichen Kriegerakademie in Elenvina absolviert. Dies wurde stets vom Lehensherrn unterstützt, konnte er doch auf diese Weise sicher gehen, dass seine Hintersassen eine äußerst fundierte militärische und höfische Ausbildung erhielten und dabei stets treu zum Haus vom Großen Fluss standen.


Achtung! Der nachfolgende Absatz enthält Spoiler zur Kaiserstern-Kampagne!


Aktuell: Flucht und Neuanfang

Schon kurz, nach dem der Horas mit seinen Truppen in Almada eingefallen ist, erreicht der Krieg im Praios 1048 BF auch die Markgrafschaft Windhag. Nachdem die Entwicklung immer entsetzlichere Ausmaße annimmt und sogar ihr Lehensherr den Tod findet, entschließen sich die Familien Pratz und Rudeneck zur Flucht über den Großen Fluss. Land, Titel und Besitz lassen sie dabei zurück.

Begleitet werden sie von dem früheren Bauernmeister Leuthwin Eisenblatt samt seiner Familie, welche ebenfalls Verwandtschaft in den Nordmarken haben. Angeführt von der Ritterin Junivera von Rudeneck erreicht der Trek Ende Efferd 1048 BF die Baronie Witzichenberg, wo Juniveras Bruder Ingrawin der Baronsgemahl ist.

Zwar stellt sich heraus, dass Ingrawin mit dem Herzog nach Almada gezogen ist, jedoch kümmert sich seine Frau, die Baronin Melinde, um die Flüchtlinge und gewährt ihnen Obdach auf Burg Tannwirk. Schon bald wird damit begonnen, nach einer neuen Perspektive für die reichstreuen Exilanten zu suchen. Und auch für die Familie Pratz findet sich eine Lösung:

Während Melinde die Eheleute Duridanya und Lucrann in ihren Hofstaat aufnimmt, gelingt es Sieggold v. Berg, dem Vogt von Herzöglich Arraned, eine Heirat zwischen Hyronimus Pratz und Deire von Siebenmorgen zu arrangieren und die Familie so nach Nordgratenfels zu locken, wo sie auf dem Junkergut Siebenmorgen eine neue Heimat finden soll.

Briefspielgeschichten