Schiff Concabella
Concabella (Schiff)
Schiffsbeschreibung
Flusssegler, Zweimaster
Das Schiff des Herzogs, ein zweimastiger Flusssegler, ist ein imposanter Anblick auf dem Fluss – eine Mischung aus Eleganz, Macht und Funktionalität.
Seine lange, schlanke Bauweise mit geringem Tiefgang erlaubt eine geschmeidige Fahrt durch flache Gewässer, während Bug- und Heckaufbauten sowie das markante, spitz zulaufende Vorschiff für eine eindrucksvolle Silhouette sorgen.
Das Schiff misst insgesamt rund 30 Schritt in der Länge und an der breitesten Stelle knapp 7 Schritt.
Der Rumpf ist aus dunklem Steineichenholz gefertigt und mit kunstvollen Schnitzereien verziert, insbesondere die oberen Planken sind beschnitzt und auch an den Bug- und Dachaufbauten wurde mit Verzierungen nicht gegeizt.
Die Reling selbst besteht aus kunstvoll gedrechselten Hölzern. Das Holz der Außenplanken ist überdies mit einem schimmernden, wasserfesten Harz überzogen, das es vor Fäulnis schützt und ihm einen leicht glänzenden, edlen Eindruck verleiht.
Am Bug prangt eine kunstvolle, hölzerne und ebenfalls mit Harz überzogene Galionsfigur – ein springender Barsch, das Wappentier des Herzogs. Seine Augen scheinen in der Sonne zu funkeln.
Am Heck ist sowohl der Aufbau als auch das erste Deck mit reich verzierten, jedoch zusätzlich vergitterten Butzenglasfenstern versehen, die den luxuriösen Charakter des Schiffes unterstreichen.
Das Schiff ist havenisch getakelt, was bedeutet, dass es dreieckige, schräg am Mast befestigte Segel besitzt, die eine große Wendigkeit auf engen Flussläufen ermöglichen.
Die zwei hohen Masten ragen stolz in den Himmel, wobei nur der vordere Mast ein Krähennest trägt – eine kleine, mit einer Reling gesicherte Plattform, von der aus Ausgucke den Flusslauf und mögliche Hindernisse frühzeitig erspähen können.
Die Segel bestehen aus robustem, fein gewebtem Leinen und sind in einem hellen Cremeton gehalten. Entlang der Kanten tragen sie kunstvolle, blaue und grüne Stickereien mit stilisierten Wellen.
Wenn das Schiff unter vollen Segeln fährt, wölben sich die Leinentücher kraftvoll im Wind und verleihen ihm eine fast schwerelose Eleganz. Die Seile und Taue sind präzise gespannt, während Matrosen geschickt an Deck arbeiten, um die Segelstellungen anzupassen.
Die 'Concabella' war ein Geschenk zum Traviabund des Herzogs von Fürst Finnian ui Bennain. Bereits zweimal lief sie auf Fahrten auf Grund und musste in der Werft wieder ausgebessert werden. Im Frühjahr 1048 BF, im Phexmond, wurde sie von einigen tapferen Adelsleuten von ihrer letzten Generalüberholung in Havena als Ehrengarde in Crumold in Empfang genommen und unter großen Mühen und Gefahren gegen Sabotage verteidigt und nach Elenvina überführt.
Geschichte
Die Concabella ist ein Geschenk Fürst Finnians ui Bennain an Herzog Hagrobald Guntwin vom Großen Fluss zu dessen Traviabund mit Concabella Blanca von Ehrenstein-Streitzig. Die Concabella lief 1040 BF bei der Flussfahrt nach Havena bei der Perleninsel im Großen Fluss auf Grund und wurde um ein Haar von Namenlosen Gesellen übernommen. Bei einer weiteren Fahrt auf dem Der Große Fluss am 29. Peraine 1042 BF havarierte sie abermals. Es gibt Gerüchte, dass sich der Zustand des Schiffes im Zustande des Travienbundes Seiner Hoheit widerspiegele. Nach Instandsetzung wurde sie 1048 BF von Havena über Crumold durch einige tapfere Gefolgsleute des Herzogs nach Elenvina überführt, wo sie mit geringen Schäden, aber schimmtauglich, anlandete.
Besatzung
- Abarhild Salmfang, Kapitänin seit 1047 BF (* 1002 BF, braune, zu Dutt gebundene Haare, graue Augen, beleibt, herrische Stimme, spricht sehr laut, kennt den großen Fluss gut. Trägt stets ein Praiosamulett neben einem Efferdamulett um den Hals, besitzt eine von Flussvater geschenkte Muschel auf einer Kette (baumelt neben dem Efferdamulett). Blauer Gehrock mit Goldepauletten. Besitzt einen grünen Regenbogenbuntschreier (Papagei) namens Tarquinio, der auf ihrer Schulter sitzt und gelegentlich Flüche (oder ‘Efferdsbart!’) kreischt. Dieser ist durch Nüsse bestechlich.)
- Diemut Häberle, Steuermann (schwarzhaarig, Zopf, trägt immer einen alten Dreispitz (sagt, das ist sein Glücksbringer), tätowierte Unterarme)
- Rahjaman Bockschlag, Maat (Almadanisch-stämmiger Schönling (Antonio Banderas-Verschnitt) aus gar nicht so schlechtem Haus; glühender Verehrer der Herzogsgemahlin; musste Almada plötzlich verlassen und hat (unter falschem Namen) auf der Concabella angeheuert)
- Oda Hugendubel, Matrosin bis 1048 BF (Oda (Besitz) Huge (Kröte) Dubel (Tobel, Waldschlucht, Waldsumpf), Schurkin, die die Anschläge auf der Überführung 1048 BF nach Elenvina verübte. Wurde überführt und verhaftet)
- Wipert Eidelhaus, Matrose (Backenbart, Halbglatze; gemütlicher Charakter; beachtlicher Leibesumfang, monotone Stimme; scheint bei allem immer etwas gelangweilt, einzig sein Lieblingsthema über XY (Muscheln, Biersorten,...) lockt mehr Enthusiasmus aus ihm heraus; schrubbt oft (und lieber) das Deck, packt lieber bei schweren Hebetätigkeiten mit an, klettert ungern in den Wanten herum: stark in den Armen.)
- Veriya Tuchner, Matrosin (dackelblond, wilder Lockenkopf, hat immer eine Pfeife aus Meerschaum parat, die auch ständig an ist, riecht nach Tabak, hartgesottene äußere Schale, aber weicher innerer Kern)
- Ratberp Salmfang (Unnützer Großneffe der Kapitänin, sie gedenkt ihn zu schleifen, er hat wenig Lust, in ungebührlichen Aufwand zu geraten.)
- Merkan Klippstein (Lang & schlacksig, versucht auf eine der Matrosinnen Eindruck zu schinden)
- Yendan Wladjeff (entfernter Verwandter der Patrizierfamilie in Twergenhausen)
- Daria Handlos (Naschkatze, hat immer was zu mümmeln dabei und schleicht sich gerne in die Kombüse)
- Gezelin Rempler (klein, flink, wendig. Hat eine beachtliche Zahnlücke (Schneidezahn wurde ihr mal bei einer Prügelei raus geschlagen), kann aber dadurch gut pfeifen)
- Perainitrud Hinnerbecker (Smutje)
Deckplan
Das Haupt- und das Oberdeck
Das Deck ist aus polierten Steineichenbohlen gefertigt und wird von einer brusthohen Reling aus gedrechseltem Holz gesäumt. Der vordere und hintere Aufbau ragen an den Seiten leicht über das Hauptdeck hinaus und sind über robuste Holztreppen erreichbar.
Auf dem Achterdeck befindet sich der Ruderstand, von dem aus der Steuermann das Schiff mittels eines langen Ruderhebels lenkt. Direkt vor ihm hängt an einem stabilen Holzbogen eine kunstvolle, bronzene Glocke, die zur Kommunikation mit der Mannschaft verwendet wird.
Sowohl auf dem Oberdeck achtern als auch am Bug befinden sich je eine fest verankerte Holzbank als Sitzgelegenheit.
Die Bugterrasse, die sowohl über den Salon, als auch eine Leiter vom Bugaufbau zugänglich ist, ist ebenfalls mit hölzernen Geländern versehen und bietet einen herrlichen Ausblick über den Fluss. Hier stehen immer ein bis zwei Matrosen mit langen Staken bereit, um das Schiff in Untiefen zu manövrieren oder Treibgut und Eisschollen abzuwehren.
Auf dem Hauptdeck sorgen zwei fein verzierte Öllaternen für Beleuchtung in der Dämmerung, während entlang der Reling Taue, Seile und am Heck sogar ein Reserve-Ruder sauber verstaut sind.
Der Salon
Der Salon ist ein repräsentativer Raum für gehobene Konversation mit Gästen. Hier kann man sich in bequemen Sesseln niederlassen, um zu diskutieren oder in Büchern zu schmökern.
- Türen & Eingänge:
Links und Rechts, nahe der Reling führt je eine reichlich verzierte Tür vom Hauptdeck zunächst in einen kurzen, schmalen Gang und dann in den Salon. Eine zweite Doppeltür mit großen, vergitterten Aussparungen, die man mit einem Vorhang schließen kann, führt am Ende des Raumes zur Bugterrasse.
- Fenster & Beleuchtung:
Schmale Butzenglasfenster an beiden Seiten lassen etwas Licht herein. Hauptsächlich wird der Raum jedoch durch die glaslosen, jedoch vergitterten Öffnungen in der doppelflügeligen Tür zum Bug hin beleuchtet, welche man jedoch auch mit kleinen, aber schweren Vorhängen schließen kann. Wandlampen mit Öllampen sorgen für eine gemütliche Atmosphäre am Abend.
- Möblierung:
In der Mitte des Raums steht ein runder Tisch mit einem kunstvoll geschnitzten Fuß, um den vier lederne Fauteuils mit gedrechselten Armlehnen angeordnet sind. An den Wänden stehen zwei niedrige Bücherregale mit einer kleinen Auswahl an Reiseberichten, Chroniken und Schriften über Seefahrt.
- Dekor & Ausstattung:
Dicke, dunkelrote Wandteppiche dämpfen den Schall und sorgen für eine angenehme Raumakustik. Eine große Seekarte in einem Holzrahmen hängt über einem kleinen Schränkchen, in dem Pokale und Karaffen aufbewahrt werden.
Das Offizierskasino
Der Speisesaal ist ein nahezu quadratischer Raum mit einer langen Eichentafel in der Mitte, umgeben von zehn stabilen, gepolsterten Stühlen. Der Tisch ist im Boden verankert, kann aber jederzeit entriegelt und an die Seite gestellt werden. Links und rechts neben einem dem Schränkchen deuten zwei Taue darauf hin, dass man die Stühle auch stapeln und dann an der Wand fixieren kann. Der Boden ist mit Wollteppichen bedeckt, welche die Schritte dämpfen.
- Türen & Eingänge:
Je eine Tür aus massiver Eiche führt vom Deck aus an dem hinteren Mast vorbei ins Kasino. Eine weitere Tür auf der gegenüberliegenden Seite verbindet den Raum mit der Kapitänskajüte.
- Fenster & Beleuchtung:
An den Seitenwänden befinden sich je zwei schmale, vergitterte Fenster mit Butzenglas, die Licht hereinlassen. Abends sorgen eiserne Wandlampen mit Öllaternen für Beleuchtung.
- Dekor & Ausstattung:
An den Wänden hängen Seekarten, Jagdszenen und das Wappen des Hauses vom Großen Fluss. Ein kleines Schränkchen an der Wand hält Krüge mit Wein und Zinnbecher bereit.
Die Wachkammer
Direkt am Eingang des Bugaufbaus befindet sich eine schlichte, funktionale Wachkammer für zwei Gardisten.
- Türen & Eingänge:
Eine schmale, verstärkte Holztür führt auf das Hauptdeck, während eine schmale Wendeltreppe in der Mitte des Raumes nach unten führt.
- Fenster & Belüftung:
Zwei kleine, schießschartenartige Fenster zum Hauptdeck hin lassen etwas Licht herein und ermöglichen einen Blick auf das Deck.
- Möblierung:
Ein einfaches Stockbett mit Strohsäcken stehen an der rechten Seitenwand, dazu ein kleiner Tisch mit einer Öllaterne und einem Würfelspiel für Wachen in langen Nächten.
- Dekor & Ausstattung:
An der Wand hängen Hellebarden und Kurzschwerter sowie zwei kleine Armbrüste.
Das Zwischendeck
Die Gästekajüten (6 Stück)
Die Kajüten stehen Gästen oder höhergestellten Bediensteten des Herzogs zur Verfügung. Sie sind klein (2*2,5 Schritt bzw. 2*3 Schritt), jedoch komfortabel und mit allem ausgestattet, was ein höhergestellter Reisender benötigt.
- Türen & Eingänge:
Eine einfache, aber solide Holztür führt vom Mittelgang in das Zimmer.
- Fenster & Beleuchtung:
Ein einzelnes, schmales Butzenglasfenster sorgt für Tageslicht, während eine kleine Wandlaterne aus Eisen in der Nacht für Beleuchtung sorgt.
- Möblierung:
- Entweder ein bequemes Einzelbett (2x) oder Doppelbett (4x) mit einer dicken Wolldecke und einem Kissen aus Federn.
- Ein schmaler, abschließbarer Schrank für Kleidung und persönliche Gegenstände.
- Ein kleiner Schreibtisch mit einem Hocker, auf dem Pergament und eine Kerze bereitstehen.
- Entweder ein bequemes Einzelbett (2x) oder Doppelbett (4x) mit einer dicken Wolldecke und einem Kissen aus Federn.
- Dekor & Ausstattung:
Dezente Wandteppiche mit Motiven, die das Reich des Flussvaters darstellen, ein schlichter Holzkrug mit Wasser und ein silberner Becher für Gäste.
Die Garnison
Der vorderste Raum auf dem Zwischendeck, spartanisch und funktional eingerichtet.
- Türen & Eingänge:
Direkt hinter der breiten Holztür zum Mittelgang führt eine Wendeltreppe nach oben in den Wachraum und nach unten in den Mannschaftsraum.
- Fenster & Beleuchtung:
Vier kleine, vergitterte Fenster oben an den Seitenwänden lassen etwas Licht herein, ansonsten sorgen Öllaternen an den Balken für Helligkeit.
- Möblierung:
- Fünf robuste Doppelstockbetten aus Eichenholz, mit einfachen Strohsäcken und Wolldecken.
- Ein langer, jedoch schmaler Tisch in der Mitte des Raums mit einfachen Holzbänken, wo die Gardisten essen und Karten spielen können.
- Ein kleiner Waffenschrank an der Stirnseite, in dem Schwerter, Armbrüste und Schilde aufbewahrt werden.
- Eine kleine Waschstelle mit einer Zinnschale und einem Krug für die persönliche Hygiene.
- Dekor & Ausstattung:
An den Wänden hängen einige Haken für persönliche Habseligkeiten der Gardisten. Ein Fass mit Trinkwasser steht in einer Ecke.
Das Unterdeck
Die Kombüse
Die Küche des Schiffes ist kompakt, aber effizient gestaltet, um die Besatzung, Gäste und den Herzog zu versorgen.
- Türen & Eingänge:
Eine einfache, zumeist offen stehende Holztür trennt die Kombüse vom Gang, welcher hier einen Bogen um die Kombüse beschreibt.
- Feuerstelle & Kamin:
Eine offene Kochstelle mit einem gemauerten Herd und einem großen Eisenkessel dient zur Zubereitung von Eintöpfen. Der Rauch zieht durch einen Schornstein nach oben, der auch den Kachelofen im Herzogengemach beheizt.
- Möblierung & Ausstattung:
- Ein schwerer Holztisch als Arbeitsfläche mit Hackbrettern und Schneidemessern.
- Ein Regal mit Tongeschirr, Holztellern und einfachen Bestecksets.
- Haken an den Wänden für getrocknete Kräuter, Würste und Räucherfisch.
- Ein kleines Wasserschiff mit frischem Trinkwasser.
- Ein großer Eimer mit Sand zum Löschen eines Feuers für den Notfall.
- Dekor & Atmosphäre:
Es riecht nach gebratenem Fleisch, Gewürzen und gelegentlich nach Rauch, wenn das Feuer stark lodert.
Quellen:
- Nordmarken-Kosch-Kon 2017 Flussfahrt von Havena 1040 BF
- Nordmarken-Kosch-Kon 2019 Überführung der Concabella nach Überholung 1042 BF
- Neuspielerplot 2025 - Flussfahrt auf der Concabella, Phex 1048 BF, Überführung nach Ausbesserung in Havena nach Elenvina