Stadt Senalosch

Beschreibung

Allgemeine Beschreibung: Senalosch ist geteilt in die zwergische Stadt im inneren des Berges, welche die Hauptstadt des Bergkönigreiches Isnatosch darstellt, sowie die am Fusse des Berges liegende Siedlung gleichen Namens, welche jedoch neben der Zugehörigkeit zu Isnatosch ebenfalls zur Vogtei Nilsitz gehört und ursprünglich von Menschen gegründet wurde. Der oberirdischen Teil wird von Zwergen und Menschen zu gleichen Teilen bevölkerten. Für sie gibt es nur die eine Stadt- Senalosch, welche ihrer Meinung nach beide Teile beinhaltet, auch wenn ihnen manche Bereiche verwehrt seien mögen. Das unterirdische Reich nämlich ist allein den Angroschim vorbehalten. Diese, die Bewohner Isnatoschs sehen in der oberirdischen Siedlung lediglich ihren Markplatz und praktischen Weg ihre Waren zu verkaufen, ohne einen Auswärtigen in ihr Heimat einlassen zu müssen.

Aus der Bedeutung der Siedlung für die Region und die Vogtei ergibt sich auch die Tatsache, dass dort nicht nur der Vogt seinen Stammsitz hat, sonder auch der Bergkönig des Eisenwaldes hier häufig Hof hält, denn in der oberirdischen Siedlung liegt der bedeutendste Zugang zum Bergkönigreich, dem riesigen, unterirdischen Netz aus scheinbar nie endenden Stollen, Sippenhallen, Vorposten und Städten der Erzzwerge und deren Hauptstadt. Zu wichtigen Gesprächen, seien sie politischer oder wirtschaftlicher Natur, verlässt der Rogmarog häufig sein unterirdisches Reich und verweilt im oberirdischen Teil seiner Stadt, zumindest nach seinem Selbstverständnis. Und so wehen über den Zinnen Senaloschs stets die Wappen des Bergkönigreiches, die zwei gekreuzte rötliche Hämmer auf schwarzem Rundschild und das der Vogtei Nilsitz im stolzen Verbund mit dem Wappen der zwergischen Stadt. Dies zeigt auf silbernem Grund, oben zwei gekreuzte, schwarze Spitzhacken, darunter eine schwarze Lore.

Die Stadt im Detail: Im oberirdischen Teil der Ortschaft selbst leben ca. 900 Einwohner, davon etwas über die Hälfte Angroschim, zumeist Erzzwerge, aber auch einige Sippen von Ambosszwerge, welche sich zum Teil als Söldner verdingen und die reich beladenen Handelszüge begleiten. Hügelzwerge aus dem Kosch und Brilliantzwerge aus dem Süden sind selten. Wieviele Angroschim unter dem Berg wohnen ist den Menschen weitgehend unbekannt. Die Ortschaft Senalosch ist wegen ihrer Größe und der abgeschiedener Lage auf Lieferungen von Lebensmitteln angewiesen, die aus dem Umfeld erfolgen und zwei Mal in der Woche auf dem kleinen Markt feilgeboten werden. Natürlich gibt es aber auch einige Geschäfte in der Stadt die über dauerhafte Vorräte an allerlei Waren verfügen. Die Zwerge sind dank ihrer unterirdischen Pilzfarmen fast autark von alledem. Außerdem brauen sie weithin berüchtigtes und für menschliche Gaumen ziemlich übles Bier.

In der Ortschaft existiert eine großer Tempel, welcher Angrosch und Ingerimm gleichermaßen geweiht ist und in der seit neuester Zeit auch eine Statuette des Simia mit kleiner Feuerschale einen Platz gefunden hat. Erst kürzlich ist eine Kapelle des Söldnergottes Kor in einer unter der Siedlung liegenden Klanhalle eingeweiht worden. Des Weiteren gibt es Schreine von Phex und Boron. Letzterer genießt unter der menschlichen Bergbevölkerung große Verehrung, weswegen sie von den Bewohnern Senaloschs häufig skeptisch beäugt werden.

Geschützt wird Senalosch durch eine im großzügigen Halbkreis gebaute Wehrmauer von fünf Schritt Höhe und zwei Schritt Breite, welche an manchen Stellen noch weiter ausgebaut wird. Die Enden der Mauer schmiegen sich an die Bergflanken des Eisenwaldmassives, in die Senalosch wie beschrieben teils terrassenartig gebaut ist. Das doppelflügelige Isenhager Tor aus massiver Steineiche, mit riesigen Metallstreben und -schanieren bildet den einzigen Weg hinein und hinaus. Das Torhaus wird flankiert von zwei über die Mauer hinausragende Türme, welche mit mehreren leichten Rotzen ausgestattet sind und in denen die einzigen, festen Wachen der Stadt installiert wurden. Ansonsten kommt die recht wohlhabende Ortschaft weitestgehend ohne eine große Zahl an Bütteln oder gar Soldaten aus, steht sie doch unter dem Schutz des Bergkönigs der den oberirdischen Teil von Senalosch ebenfalls als seine Residenz betrachtet und entsprechend geschützt wissen will. In Friedenszeiten sind in Senalosch außerdem zumeist drei bis vier Banner des Herzoglich-Eisenwalder Garderegiment Ingerimms Hammer stationiert.

Wirtschaft: Dank der Zugehörigkeit zu Isnatosch besitzt die oberirdische Ortschaft Marktrecht. Sie lebt von Steuern auf die Handelswaren, die hier in großer Zahl und Menge umgesetzt werden und an die Vogtei fallen. So hat auch Nilsitz seinen Anteil an der hiesigen Geschäftigkeit der Zwerge. Jedoch nicht nur deren Erzeugnisse finden hier ihren Käufer, auch menschliche Waren finden ihren Abnehmer und somit meist den Weg unter den Berg. Aber Senalosch hat auch viele Köhlereien, Öfen zur Verhütung von Erzen und Metall- sowie Edelsteinhandwerker. Kriegsgerät wie Belagerungswaffen und Torsionsgeschütze aller Art insbesondere die berühmten Eisenwalder Armbrüste, können in Senalosch ebenfalls in Auftrag gegeben werden und werden meist von zwergischen Baumeistern gefertigt.

Das weitreichende Tunnelnetz macht die Zwerge unabhängig von der Jahreszeit, so dass sie nahezu ganzjährig Waren an ihre Handelspartner liefern können. Der Austausch mit der Erzzwergischen Stadt Makamesch in der Baronie Liepenstein, einem ihrer wichtigsten Handelspartner neben Twergenhausen, hat nach der Aufgabe der ehemaligen Hauptstadt Isnalosch und dem Umzug des Rogmarog nach Senalosch weiter zugenommen. Über die Via Ferra werden die Waren Isnatoschs aber auch oberirdisch transportiert.


Senalosch- größte Siedlung Nilsitzs und Sitz des Vogts:

oberirdische Siedlungsteile: Der Ort ist geprägt durch die robusten Steinbauten, rauchenden Öfen und Essen, sowie das scheinbar nie abreißende Hämmern der Schmieden im Stadtteil der Handwerker, Simiaheim. Zu den weiteren Teilen der Stadt gehört Felsenruh, welcher die meisten Wohngebäude und einen kleinen Markplatz besitzt, auf den ein großer Granitmenhir liegt, dessen Herkunft unbekannt ist, welcher aber seit Zwergen-Gedenken an genau diesem Ort liegt und der Ursprung des Namens ist. Spötter hingegen behaupten, dass das Wohnviertel Felsenruh heißt, weil die meisten hier ansässigen Angroschim schlafen wie die Steine. Zu Isarnon wiederum gehört der Teil des Ortes der in Terrassen am Berghang liegt und dessen massiven Steinbauten in den Fels hinein gebaut, ihre Keller hineingeschlagen wurden. Isarnon beinhaltet somit auch die oberen Terrassen der Stadt, welche weit über der Ebene thronen und die Verwaltungsgebäude und das riesige, stark befestigte Tor tief in den Fels beherbergt. Dunkelweg ist das Viertel der großen, hölzernen Lagerhäuser und des Warenmarktes von Senalosch. Hier sind die Straßen zumeist schwarz vom Kohlenstaub und das Kopfsteinpflaster besitzt tiefe Furchen von den vielen, schwer beladenen Fuhrwerken. Der letzte und sicher größte Teil der Ansiedlung ist für das Auge des reisenden Besuchers nicht sichtbar und somit unbekannt, denn er liegt unterirdisch, das eigentliche Senalosch, die Hauptstadt der Bergfreiheit. Dort leben 650 Angroschim, Menschen haben dort ohne Ausnahme keinen Zutritt. In den Fels des Eisenwaldes sind viele, schier nie enden wollende Stollen gegraben. Einige werden noch immer weiter, tiefer in den Berg getrieben, zu reich an Erz ist der Berg. Andere wurden zu prachtvollen Sippenhallen ausgebaut und tief im Fels entstehen die neuen, heiligen Hallen der Erzzwerge vom Eisenwald. Die Menschen nennen diesen, ihnen unbekannten Teil nur schlicht Eisenhalle.


Senalosch- Hauptstadt Isnatoschs und Sitz des Rogmarog:

Stadtteile unter dem Berg: Die Binge Murthanglarum ist die primäre Heimat zweier, großer Erzzwergen- Sippen und gilt als einer der bedeutenden Stadtteile Senaloschs, nicht nur wegen seiner räumlichen Ausdehnung. Hier findet man den Großteil der sogenannten Eisenbärte der Murhortimnax- Sippe und der Magmurtatsch- Sippe, der Verhüttungs- und Gußmeister. Dominierender Teil von Murthanglarum ist eine Vielzahl, von zum Teil als heilig geltenden, Hochöfen in denen das Erz des Berges verhüttet und in Barren gegossen wird. Sie befinden sich im Zentrum der Binge. Alles andere, die Sippenhallen und unzähligen Metallwerkstätten wuchsen im Laufe der Zeit um sie herum, was ihren Stellenwert und die Verbundenheit der Angroschim zum Wesen des Schmiedegottes untermauert. Die Menschen kennen diesen Teil der Stadt nur durch die vielen, ewig rauchenden Schornsteine, welche aus der Bergflanke des Eisenwaldes ragen und von ihnen schlicht als ‘rauchender Berg’ bezeichnet wird. Erreicht werden kann die Binge nur über das Haupttor Senaloschs oder acht gut einhundert Schritt lange Kohlenrutschen. Ein Brauchtum unter den Zwergen besagt, dass jeder Anheizer an den Öfen, einmal im Leben den ganzen Weg der Kohle, vom Holzschlag, über die Köhlerdörfer bis in die Lagerhallen unter Tage mitgemacht haben muss. Dies beinhaltet das rutschen durch die Schächte und ist nicht nur Mutprobe sondern auch Teil der Gesellenprüfung.

Über mehrere Ebenen gruppieren sich die nach Zünften aufgeteilten Klans in ihren Bingen rund um die zentral gelegene Markthalle. Für Menschen mag es sich wohl um ein großes Durcheinander handeln, doch die Zwerge sind derlei Konstruktionen gewohnt und so ist es kaum verwunderlich das sie sich ohne größere Probleme im zweitgrößten Bezirk Senaloschs zurecht finden. Antratschdradûr, wie das Viertel der Stadt genannt wird, ähnelt dabei einem Bienenstock, nicht nur vom Aufbau sondern auch vom geschäftigen Treiben her. Mögen in Rogmaratosch die Hochöfen und Gießereien stehen, so sammeln sich hier viele der Werkstätten der unterschiedlichen Handwerksberufe. Darunter alle erdenklichen Arte der Schmiedekunst, was sonst würde man von einer Zwergenstadt auch erwarten? Von Fein- und Goldschmieden, über zu Waffen- und Rüstungsschmiede, bis hin zu Grob- und Schwarzschmieden findet sich wahrscheinlich auch für die kleinste Sparte ein entsprechender Fachmann. Hinzu kommen noch Steinmetze, Geschütz- und Armbrustbauer, aber auch vereinzelt Gemmenschleifer aus dem untergegangenen Lorgolosch.

Ebenfalls zu Senalosch gehörend, doch deutlich kleiner ist die Binge Rogmaratosch. Hier lebt die Faxarasch-Sippe des Bergkönigs im Zentrum seines Reiches. Ebenfalls lebt hier ein bedeutender Teil der einflussreichen Ghatogasch-Sippe, der auch Ghambir, Sohn des Gruin der Graf des Isenhag angehört.
Neben den Sippenhallen, finden sich in der Binge auch das Verwaltungs- und Regierungszentrum Isnatoschs. Repräsentative Gebäude, welche Menschenaugen nie erblicken werden, genauso wie die große Eiserne-Halle, sozusagen das menschliche Pendant eines Thronsaals. Auch wenn dieser bei weitem nicht an die Pracht der alten Halle in der lang verlassenen Hauptstadt Isnaloschs ist, allerdings befindet sie sich noch immer in der Entstehung. Die Erzzwerge haben in den Jahrzehnten seit dem Umzug nach Senalosch unmenschliches geleistet und aus einer alten Miene ein ganzes Reich in den Berg getrieben, aber weil sie nun Mal eben Groscharoroximangrasch, Erzzwerge sind, waren ihnen die Öfen und Werkstätten zunächst wichtiger.
Der Aufbau der Binge ist dabei äußerst interessant, wenn geometrischen Mustern einen zu faszinieren vermögen und die notwendige Begabung, sich die Anlage im Geiste vorzustellen, überhaupt vorhanden ist.
Im Mittelpunkt befindet sich die perfekt quadratische, säulengestützte Eiserne Halle mit ihren vier Zugängen an den Seiten. Drumherum sind im Kreis acht jeweils achteckige, durch einen großen Rundgang verbundene Hallen angeordnet. Sie werden von den Beamten und Verwaltern des Bergkönigreiches genutzt, dienen jedoch auch für Diskussionsrunden. Einer jeden Halle ist dabei ein eigenständiger Aufgabenbereich zugeordnet, welcher sich auch in den Wandverzierungen wiederfindet.
Um diesen Kreis herum wiederum befinden sich ein dreieckig angelegter Komplex, verbunden mit einem ebenso dreieckig verlaufenden Gang, von dem die dazugehörigen Hallen aus erreicht werden können. Hier finden die Zünfte ihre Verwaltungs- und Versammlungsorte.
In den Außenbezirken Rogmaratoschs schließlich befinden sich die diversen jeweils quadratisch angelegten Sippenhallen.
Im Allgemeinen wird deutlich, dass dieser Teil Senaloschs sich noch im Bau befindet und seine Gestaltung eher vom Pragmatismus, denn vom Prunk und Detailversessenheit beeinflusst ist.

Am Rande Senaloschs befindet sich der Lorenbahnhof Gondrabozrom, der zentrale Knotenpunkt des weitreichenden Tunnel- und Schienennetzes. Über kleine Stränge können Rohmaterial und fertige Produkte zwischen den Werkstätten und dem Bahnhof transportiert, aber auch die entlegensten Bingen des Königreiches erreicht werden. Ebenfalls angebunden an das Transportnetz sind die Ingrakuppen und damit das Bergkönigreich Xorlosch. Amboss, Phecanowald, Kosch und selbst die Windhagberge sind lediglich über Stichverbindungen ohne Schienen zu erreichen, gehören aber ebenfalls zum weitreichenden Tunnelnetzwerk.
Gondrabozrom besteht dabei hauptsächlich aus zwei großen Hallen, die durch gut achtzig Schritt massiven Fels getrennt sind – die unten gelegene Ankunftshalle und Oben die Abfahrtshalle. Um die Waren reibungslos umzuschlagen sind die beiden Hallen durch zwei breite Lastenkräne verbunden, so wird jede ankommende Lore direkt in die Abfahrtshalle gehoben und weiter in Richtung ihres Ziels geleitet.
Die Lastenkräne verbinden dabei nicht nur die beiden Hauptebenen, sondern binden zugleich die an ihrem Weg gelegenen Werkstätten zur Reparatur und Herstellung der Loren und Gleisanlagen. Ein wenig ruhiger hingegen liegt die kleine Binge mit den Unterkünften für die sogenannten Lorenzwerge, welche die Warentransporte begleiten.

Nur einen kleinen Teil der Stadt bilden die Kasernen, die Mortrazrom, in denen die wenigen hier fest stationierten Truppen des Rogmarog leben. Das Gro der isnatoscher Soldaten verteilt sich auf die Außenbezirke des Zwergenreichen, während lediglich acht mal acht Elitekrieger, die sogenannten Tunneljäger, fest in Senalosch stationiert sind.
Sollte jedoch der Notfall eintreten und weitere Unterstützung benötigt werden, können schnell weitere Truppen aus dem gesamten Bergreich herbeigeschafft werden.
Doch unterstützen die erfahrenen Krieger nicht nur bei der Aufrechterhaltung der Ordnung in Senalosch, sie bewachen auch den Zugang zur Binge Augortal mit der Münzprägerei und der reich gefüllten Schatzkammer Isnatoschs.
Der Bergkönig ist neben der Mitfinanzierung des Herzoglich-Eisenwalder Garderegiment Ingerimms Hammer, welchem er als Ehrenoberst vorsteht, bereits seit der Answinkrise dabei die militärischen Mittel Isnatoschs wieder auszubauen. Hierzu werden mehr Soldaten ausgebildet und an verschiedensten Orten seines Reiches stationiert.

In einer höher gelegenen Tropfsteinhöhle liegen die heiligen Hallen des Angrosch, Angromoxasch genannt. Acht breite Treppen führen aus der Stadt zu ihr hinauf, wobei die Zahl ihrer Stufen zum einen die lange Geschichte des von Angrosch erwähltem Volk repräsentiert, zugleich aber auch für einen gewissen Erschöpfungszustand sorgen soll.
In der zumeist unbearbeiteten Höhle liegen Wände und Decke meist in völliger Dunkelheit und können aufgrund der enormen Ausdehung der Höhle auch nicht ausgeleuchtet werden. Mit seiner Urtümlichen Erscheinung schafft sie eine ganz eigene Stimmung, in der ein Mensch sich vermutlich verloren fühlen würde. Die Angroschim hingegen können mit ihren Augen die sie umgebende Finsternis besser durchdringen und finden hier die Nähe zu ihrem Schöpfer. Einem Infernal gleich, wird die Dunkelheit im Allerheiligsten zerrissen und ein jeder Besucher zielstrebig durch das umso düstere Zwielicht geleitet. Acht kolossale, scheinbar bis zur Decke reichende und sie stüzende, Säulen umringen den glatt geschliffenen Platz auf dem die Zwerge sich zum Gebet einfinden. Von geschickten Steinmetzen aus dem Stein geschlagen, blicken die Urväter der eisenwalder Zwerge von den Säulen aus ins Zentrum des Platzes, ganz so als hätten sie sich hier versammelt um zu ihrem Allvater sprechen. Der Allvater selbst wird in der heiligen Halle durch eine Feuerschale von zyklopischen Ausmaß repräsentiert, welche auf einem steinernen Sockel ruhend einst aus einem unbekannten, von innen hinaus leuchtenden Metall gefertigt und mit einem einzelnen, weit geöffneten Auge versehen wurde. Älter als das Zeitalter der Menschen soll sie sein und bereits andere Völker Angroschs, wie die Zyklopen sollen sie als heilig betrachtet haben. In ihr brennt ein ewiges Feuer, dessen Flammen einmal in der Dekade am Ende einer langen Prozession vom Senarium, aus den Tiefen des Berges wo Angroschs heilige Esse steht, erneutert werden.

Trotz oder grade wegen ihrer enormen Größe braucht die Stadt auch ein System von ausgeklügelten Versorgungsschächten, im zwergischen Doshtra. Durch sie wird ein steter Zustrom von Frischluft und Trinkwasser genauso nach Senalosch geleitet, wie durch andere Schächte Abwasser und Abluft abgeführt werden. In dieses System eingebunden sind die vier Thûrkazrom, große Zisternen in denen das Trinkwasser für die Bewohner und Besucher der Stadt gesammelt werden.

Als Zwergenstadt ist Senalosch nicht mit menschlichen Maßstäben zu betrachten. Niemand hat Steine gebrochen und zu einer schützenden Mauer aufgetürmt, nein der Berg selbst schützt die Stadt vor Angreifern. Einzig durch die Schießscharten und das große Widder-Tor gelangt man hinter die Mauern aus gewachsenem Stein, während die Versorgungsschächte meist in unzugänglichen Regionen des Berges enden.
Allerdings verlässt sich ein Angroschim nicht allein auf den Fels, der Ewigkeiten zurückliegende Kampf gegen den Drachen Pydracor belehrte sie eines Besseren. Flankiert von zwei massiven, aus dem Fels ragenden Torhäusern steht das Widder-Tor an der höchsten Stelle des oberirdischen Stadtteils Isarnon. Seinen Namen erhielt das Tor angeblich bereits von seinen Baumeistern, erinnerte sie das Geräusch der schließenden Flügel an den wilden und wohlvernehmlichen Kampf zweier männlicher Widder. Die aus drei Schritt massiven Fels bestehenden Flügel können über ein komplexes Konstrukt aus unzähligen Zahnrädern bewegt werden. Zwei darauf folgende Falltore aus drei Handbreit dick gegossenem Stahl können auf ähnliche Weise bewegt werden.
Die so entstehenden Zwinger sind für jeden Angreifer ein wahrhaftiger Albtraum. Verschließbare Schießscharten knapp unterhalb der Decke ermöglichen den Beschuss des gesamten Innenraumes, während durch in der Decke verborgenen Gießlöcher kochendes Wasser und brennbare Flüssigkeiten einfließen können. Zusätzlich können direkt im ersten Zwinger Klappen geöffnet werden, durch welche die Abluft der Hochöfen den Raum erreicht und den Angreifern bei unsäglicher Hitze langsam die Atemluft nimmt. Der zweite Zwinger kann mithilfe einer Zisterne geflutet werden und selbst wenn das vordere Tor bereits aufgebrochen wurde, so hat das Fluten dank des abschüssigen Bodens zum Widdertor hin noch immer verheerende Folgen. Wer diese Todesfallen überwindet, erreicht den Lorenbahnhof. Dessen untere Halle müssen sämtliche Waren und Besucher auf dem Weg in die Hauptstadt des Bergkönigreiches passieren. Dazu zählen selbstverständlich auch die Stollen aus den Tiefen des Berges, die von überall aus dem Königreich in die Hauptstadt führen und in einer der beiden Hallen Gondrabozroms Enden. Im schier endlosen Gewirr dieser Stollen, Gänge und Stichwege fordert der Unkundige sein Glück heraus und sofern Phex einem nicht hold ist kann dies einen gleich mehrere Praiosläufe Marsch durch die Dunkelheit bedeuten. Wobei ein Vorankommen durch die geringe Deckenhöhe noch zusätzlich erschwert wird. Ein großes Problem, wenn man nicht über eine zwergenähnliche Körpergröße verfügt.
Inmitten dieser ewigen Finsternis liegt tief im Eisenwald verborgen die Binge Okdraxamor der Zruzamorta-Sippe, welche durch ihre dunkle Wacht das gesamte Bergkönigreich zu schützen versucht. Mit einem reichen Erfahrungsschatz aus den vergangenen Jahrhunderte, konnten sie Vorrichtungen ersinnen wie sie die wenigsten kennen oder erwarten. Mechanismen mit denen nicht nur vorrückenden Heeren, sondern auch Geschuppten zu Leibe gerückt werden kann.
Egal ob aus der Finsternis der Berge oder vom Widdertor aus kommend, erwartet einen das geschäftige Treiben Gondrabozroms. Denn gleich ob Praios oder Phex am Himmelszelt seine Wacht hält, hat unter Tage keine Bedeutung. Die Wachstuben der großen Hallen werden durch aufmerksame Augen besetzt. Von ihnen aus kontrollieren die Tunneljäger jeden Ankömmling und beobachten auch wer geht. Noch immer hat man nicht sein endgültiges Ziel erreicht, ein langer, grader Tunnel verbindet schließlich die Bahnhofshallen mit der eigentlichen Stadt. Und auch in diesem Gang wird mit Toren, Schießscharten und Fallgittern für Sicherheit gesorgt. Anders als in den restlichen Anlagen werden diese Tore jedoch meist offen gehalten und nur für Funktionstest geschlossen.

Wo für die kurzlebigen Menschen Dekaden andauernde Bauzeiten nur schwer vorstellbar sind, denken die Angehörigen des erwählten Volkes Angroschs in gänzlich anderen Dimensionen. Noch heute ist Senalosch längst nicht fertig gestellt, die Stadt wächst weiter und das obwohl sie bereits jetzt größer ist als für die ansässigen Zwerge notwendig wäre. Nachdem Isnalosch aufgegeben wurde, haben sich die Sippen und Klans auf die Bingen im Königreich verteilt und so nach Meinung vieler den schleichenden Niedergang Isnatoschs eingeleitet. Damit einher ging die Aufgabe vieler entlegener Bingen, wodurch zugleich unbemerkt Teile der zwergischen Vergangenheit in Vergessenheit gerieten.
Doch zunehmend lauter erklingt der Ruf des Rogmarog und sein Volk ist bestrebt ihm Folge zu leisten. Viele kommen und sorgen dafür, dass Senalosch stetig wächst.
Im Glauben die Zeichen der Zeit erkannt zu haben, möchte der Rogmarog sein Reich zu einem Bollwerk ausbauen, dass seinem gesamten Volk auch in Zukunft Sicherheit bieten und vor allem eine Heimstatt sein kann. War er bei der Verkündung des Heldenzeitalters noch skeptisch, haben ihn der Untergang von Lorgolosch, die Verheerungen des Alagrimms in der Bergfreiheit Kosch und auch die vielen Kriege der niemals ruhenden Menschenkinder eines Besseren belehrt.
Als Einfallstor ins Reich nimmt Senalosch eine besondere Stellung ein, dennoch sollen auch die einst verlassenen Regionen wieder in Besitz genommen werden.
Wie ambitioniert und notwendig dieses Vorhaben ist zeigt sich allerdings bereits heute, wenn an hohen Feiertagen bis zu viermal so viele Zwerge auch den letzten Winkel der Stadt bevölkern und diese schier aus allen Nähten platzt.

Zusammenfassung

  • Name: Stadt Senalosch
  • Lage/Baronie/Grafschaft:
  • Einwohnerzahl: ca. 450 Angroschim oberirdisch, ca. 450 Menschen, 650 Angroschim unterirdisch (anwachsend)
  • Stadtherr: Bergkönig Fargol Sohn des Fanderam von Eisenwald
  • Bürgermeister:
  • Garnisonen: 8x8 Tunneljäger des Bergkönigs, 8+8 Gardisten des Vogts
  • Tempel: oberirdisch: Angrosch und Ingerimm, Kor (1042 BF), Schreine des Phex, Boron und der Simia, unterirdisch: Angrosch
  • Wichtige Gasthöfe: Obaloschs Bierstübchen, Bobaldurs Krug, Der 'betrunkene Schrat'
  • Besondere Händler und Handwerker: Werkstätten des Zauberschmieds Thygrax, Sohn des Thygron

Geschichte

Offizielle Quellen

AB193, GS05, GS07, GS08, GS10, GS11

Erwähnungen im Briefspiel:

Inoffizielle Quellen

Kategorie: Stadt

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jpgjpg Senalosch_Achteckig_farbe_Stefan.jpg manage 34.0 K 01 Feb 2019 - 10:21 IseWeine Wappen Senalosch (c) Stefan S.
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