Burg Calbrozim

Beschreibung

Gegenüber dem Zuflusses des Isen in den Großen Fluss gelegen ist Calbrozim ein Monument vergessener Zeit. Wuchtig und urtümlich, als habe Satinav ihr nichts anhaben können, wirkt sie auf den Betrachter, wie ein Relikt alter Größe der Reiche der Angroschim. Einzigartig ist sie jedoch nicht nur wegen ihrer Architektur, sondern auch allein wegen der Tatsache, dass sie eine der wenigen Festungsanlagen der Angroschim ist, die an der Oberfläche liegt, erbaut noch vor dem dem Fall des Goldenen Drachen und der Ausrottung seiner Dienerschaft in Ingrakuppen und Eisenwald, wurde sie zur Wehr gegen den geflügelten Tod konzipiert.
Als Sitz der Grafen des Isenhag, die auf Basis der Lex Zwergia stets von den Bergkönige von Eisenwald und Xorlosch bestimmt werden, ist sie gleichzeitig der Mittelpunkt der Außenpolitik der Zwerge, auch wenn der amtierende Graf Ghambir, Sohn des Gruin, sich nicht sonderlich um die Belange der Menschen kümmert.
Calbrozim ist keine Festung wie sie in jedem anderen Teil des Herzogtums steht. Für sie hat hat man keine Steine gebrochen und bearbeitet, um sie dann zu fügen und aufeinanderzustapeln, auf dass sie Mauern und Gebäude formten. Nein, Calbrozim ist dem Fels abgetrotzt, in ihn hinein gearbeitet. Sie mag zwar oberirdisch liegen, aber sie war dennoch eine von Zwergen erbaute Wehr. Lediglich hier und da sieht man kolossale Quader aus Granit, die dank höchster Steinmetzkunst nahtlos aneinandergefügt sind.
Überall, angefangen vom Sockel der Festung, welcher im Steilhang des Wedengrabens liegt, kann man man kubisch wie quadratisch behauenen Fels erkennen, der die Form und die Ausmaße von Gebäuden besitzt. Über- und ineinander, stets miteinander verwachsen oder versetzt zueinander liegen sie da, als seien sie so aus dem Gestein erwachsen. Die geometrischen Formen werden lediglich dann und wann von horizontalen wie vertikalen Öffnungen unterbrochen, die Licht und Luft ins Innere lassen, stets aber bedeutend zu klein sind, um Mensch oder Zwerg Einlass zu gewähren.
Das abstrakte Aussehen Calbrozims wirkt faszinierend, fremdartig, vor allem aber eindrucksvoll - als habe ein Riese zyklopische Steinblöcke aufgestapelt.

Das Tor zur Festungsanlage liegt zwischen zwei leicht vorgelagerten Felsnadeln, in denen Wachposten und jeweils eine Geschützstellung verborgen liegen, die den Eingang in die Grafenburg bewachen. Große Schießscharten drohen jedem Besucher und sind Zeugen der Wehrhaftigkeit der Angroschim.
Passiert man diese ‘Wehrtürme’, so gelangt man zum Tor, welches der Zugang zur Festung ist. Eine große Öffnung im Fels führt tief in das Gestein der Schlucht. Zwei Mal zwei gewaltige Fallgitter, die einen zwingerartigen Zwischenraum mit diversen Tücken, wie Fallgruben und Schießscharten begrenzen, muss man passieren, bis man den ersten Ring der unterirdischen Anlage erreicht.
Ganze vier dieser Verteidigungsringe besitzt Calbrozim. Die Verbindungstunnel der einzelnen Ringe liegen jeweils um einhundertachtzig Grad versetzt, so dass Eindringlinge gezwungen sind einen weiten Weg zu gehen, um tiefen in die Festung vorzudringen.
Die oberirdisch sichtbaren Teile der Festung sind nur von unten zu erreichen. Sie sind ebenfalls lediglich ringartig miteinander verbunden, so dass auch hier ein schnelles Vordringen ins Zentrum Calbrozim unmöglich ist.
Die Festung gleicht im Schnitt grob einer auf dem Kopf stehenden Halbkugel, denn wie jede von den Angroschim geschaffene Anlage ist sie dreidimensional und nicht nur in die Fläche gebaut. Dies bedeutet aber gleichzeitig auch, dass ein nicht zu verachtender Teil der Festung im Fels verborgen liegt.

Unter dem sichtbaren Teil, dem wehrhaften Äußeren der Festung, liegt eine ganze Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte beträchtlich angewachsen und mittlerweile Heim von fast eintausend Zwergen und Menschen ist. Letztere sind mit guten einhundert in der deutlichen Unterzahl und dienen unter anderem als Höflinge, Gesandte anderer Grafen und als Gardisten, die die Zollstation und den Flusssegler bemannen.
Ein großer, befestigter Steg im Großen Fluß ist Liegeplatz der ‘Schlanken Xabescha’, wie die Zwerge das Schiff mehr oder minder spöttisch nennen, welches mit geringem Tiefgang und schlankem Rumpf äußerst wendig und schnell ist.
Über eine in den Fels gehauene Treppe, die im schier unendlichen Zickzack hoch zur Festung führt, erreicht man den Sitz des Grafen. Auf halbem Weg, doch bereits schon in beachtlicher Höhe über dem Niveau des Großen Flusses, existiert ein stark befestigtes Torhaus, das jeder passieren muss, der die Treppe hinauf wählt.
Rechts und links dieser Wacht liegen zwei Geschützkammern im Gestein verborgen, die mit mittelschweren Rotzen dafür sorgen, dass der Zoll, welcher sich aus dem Stapelrecht ergibt, entrichtet wird.
Die von den Flussschiffern verharmlosend ‘Schwalbennester’ genannten Geschütze verlieren ihr Drohpotential jedoch bei Nacht und bei starkem Nebel - genau dann, wenn die berüchtigten Flusspiraten diese Stelle des Flusses passieren.

Calbrozim ist Stationierungsort von zwei Bannern des Herzoglich-Eisenwalder Garderegiment Ingerimms Hammer und Teil des weitreichenden Tunnelnetzes der Angroschim, welches den Kontakt nach Senalosch und Xorlosch auch im tiefsten Winter ermöglicht, der im Hochgebirge des Insehag stets mehrere Götternamen anhält und Reisen an der Oberfläche nahezu unmöglich macht.

Zusammenfassung

Geschichte

Offizielle Quellen

Inoffizielle Quellen

Kategorie: Burg

Topic revision: r7 - 09 Jun 2019 - 18:45:18 - RekkiThorkarson
 

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