Baronie Rodaschquell

Nor-II-04 Baronie Rodaschquell
Wappen
Karte des Lehens
Lage des Lehens
Status: bespielt
Kontakt:

Einhornwald und stolze Feste Rosenblüt` und schroffer Berg, Tief im inn`ren Zwergenschätze, leb` ich hier, begeh` mein Werk.

Teil eines Gedichtes, entstanden um 300 v.H., entnommen aus dem Nordtmärck`schen Almanach, im Besitz des Tempels der allwissenden Mutter zu Elenvina.

Die Geschlechter derer zu Rodaschquell waren meist nie besonders groß oder gar einflußreich, und die Baronie hat schon viele Herren kommen und gehen sehen. Seit jeher jedoch ist die stolze Burg das Wahrzeichen dieser Lande in der Grafschaft Isenhag, an der nordwestlichen Grenze des Herzogtums Nordmarken zum Königreich Albernia, und es ist mir stets ein beeindruckender Anblick, wenn ich den dicken Knut, wie der Bergfried von den Leuten hier scherzhaft geheißen wird, von einem der zahlreichen umliegenden Hügel betrachte. Und dies, obwohl die äußere Mauer, vormals Satinav`s Zähnen trotzend, diesen letztendlich dennoch nachgeben mußte und nun zu großen Teilen zerfallen ist, da die Burg ihre einstige Bedeutung zur Grenzwahrung und Erschließung firunwärtiger Gebiete schon vor langer Zeit verlor. Ich ließ meinen Blick weiter schweifen, vorbei an lichten Laubwäldern und undurchdringlichem Tannendickicht, um in einiger Ferne, jedoch mit dem Auge noch gut erkennbar, denWasserfall des Rodasch zu erblicken, welcher sich wild seinen Weg durch die Felsen sucht vom Quellort in den Ingrakuppen, um sich zu Füßen der schroffen Felsen in einem kristallklaren See zu sammeln und sich anschließend etwas friedlicher durch das Land zu schlängeln.Rodaschquell ist, wie die Karte schnell verrät, nicht sonderlich groß, doch bieten die vielen, oftmals bewaldeten Hügel Gelegenheit für Viehzucht und vor allem Holzschlag, und auch in den Ausläufern der Ingrakuppen finden sich zahlreiche Almen der Bergbauern, so daß nicht wenige Bäuerlein hier ihrem Tagewerk nachzugehen vermögen. Der Rodasch, welchem die Baronie ihren Namen verdankt, wird, obwohl natürlich klein im Vergleich zum Großen Fluß, der unverkennbar das Bild unseres stolzen Herzogtums vornehmlich prägt, durch Treidelpfade und Flöße sowie auch etwas Fisch- und Krabbenfang genutzt.

Der Hauptort der Baronie ist das kleine Städtchen Kelnen, welches wohl rund 700 Seelen zählen mag und sich aufgrund der Nähe zum Fluß und im Schutze der Burg, die sich nur wenige hundert Schritt entfernt auf der Spitze eines zerklüfteten Felsens, der zu seinen Füßen und bis auf halber Höhe von einem dichten Wald umgeben ist, schneller zu entfalten vermochte als die anderen Dörfer. Der Rodasch macht eine große Biege zu Füßen dieses Felsens und erfährt hier einen weiteren Zulauf durch den Deilbach, bevor er an Kelnen vorbei weiter nach Südwesten fließt. Kelnen ist ein freundlicher und schmucker Ort, dessen Bild vornehmlich durch zumeist zweistöckige Fachwerkhäuser geprägt wird, und neben einigen wenigen Schenken und Gasthäusern gibt es noch zwei kleine Tempel, der Travia und der Peraine geweiht. Erwähnenswert ist noch die traditionsreiche und wohlbekannte Steinschleiferei Gerlacht, die bereits viele hundert Jahre alt ist und die heute, wie schon seit 178 Götterläufen, von Meister Lugrobasch, Sohn des Lugrum geleitet wird, und die der Baronie gutes Geld bringt, obwohl sich in der örtlichen herzöglichen Turmalinmine nur noch wenig fördern läßt. Rodaschquell kauft jedoch Rohsteine ein, um sie in der Schleiferei zu funkelnden Gemmen weiterverarbeiten zu lassen.

Im Herzen der Baronie findet sich das Edlengut Rosenhain, im Besitz des Junkers Ernbrecht von Mersingen zu Rosenhain, das seinem Namen alle Ehre macht; wachsen hier in der Umgebung des schönen Gutshofes doch vielerlei Rosen, deren Blüten im Praios einen geradezu benebelnden Duft ausströmen, und die gepreßt ein treffliches öl liefern, welches weitere Einnahmen bringt, denn Rodaschquell besitzt weder nennenswerte eigene Minen, noch Gestüte oder Weinberge.

Nahe der Grenze zu Albernia steht ein ummauerter Wehrturm, der Sitz Seiner Wohlgeboren, Magister Aneiron Tasirin, Edler zu Hohenberge, der jedoch über keinerlei Ländereien verfügt und auch nur sehr selten in unseren Landen anzutreffen ist. Man munkelt hier, daß dieser Turm, der im Vergleich zur Burg so alt noch nicht sein kann, den Turm des Dunkelberges ersetzt hat. Wie mir eine geschwätzige Bäuerin verriet, soll sich dieser Turm irgendwo im an die albernischen Nachbarländer angrenzenden Wald befinden, jedoch meide jeder gottesfürchtige Mensch diese Gegend, zumal die Baronin erst kürzlich einen alten Schwur, der den Wald unter besonderen Schutz stellt, erneuert hat.

Auf einem Hügel am Rand des Einhornwalds liegt das Gut Wernhag, ein fester Vierseithof, der von der Familie des Ritters Ferdilas von Avaris zu Wernhag bewohnt wird.

Seid nunmehr zwölf Götterläufen ist Ihro Hochgeboren Liana Morgenrot von Rodaschquell die Herrin über dieses Land, eine Frau, deren große Schönheit in den Marken wohl bekannt ist; zu sehen indessen bekommen die Adlige, die dem edlen Volke der Elfen angehörig ist, nur wenige Gemeine, denn die Baronin überläßt scheinbar sämtliche anfallenden Geschäfte der umsichtigen Hand ihres Verwalters, Bernhelm Korninger. Manchmal, wie die Bäuerin weiter erzählte, könne man sie jedoch auch hören, wenn man sich in der Nähe der Burg aufhalte, denn wenn der Abend klar und lau sei, so befände sie sich vielleicht auf der Spitze ihres Turms und sänge mit unvergleichlicher Stimme Lieder in der Sprache ihres Volkes; Melodien, die von einer süßen Melancholie durchdrungen seien, und die schon mehr als einmal einem unvorsichtigen Burschen den Kopf verdreht hätten...

Entnommen aus dem Buch der Schlange des Melcher Upanus von Elenvina, überarbeitet von Luithardt Kleynstein

Zusammenfassung

Geschichte

Offizielle Quellen

Baronien der Grafschaft Isenhag  
Baronie KyndochBaronie TandoschVogtei BrüllenbösenBaronie RodaschquellBergfreiheit XorloschAngroschsgauBaronie WedengrabenBaronie EisensteinReichsstadt EisenhuettBaronie EisenhuettBergfreiheit EisenwaldBaronie RabensteinBaronie Dohlenfelde Wappen Isenhag

Kategorie: Baronie

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